Abfall gehört in die Tonne: Achtloses Wegwerfen schadet der Natur
NEUSTIFT/BEZIRK ROHRBACH. Mit einem Müllsack hat sich Anneliese Lang auf den Weg gemacht und in der Natur aufgeräumt. So wie sie krempeln in den nächsten Wochen viele Freiwillige die Ärmel hoch.

Bierflaschen, Getränkedosen, Jausenverpackungen, Plastikfolien: Anneliese Lang staunte nicht schlecht, als sie nach der Säuberungsaktion zwischen Oberkappel und Neustift ihre Beute begutachtete. An nur einem Tag hat sie einen ganzen Müllberg gesammelt. Ihre Aktion könnte vielleicht auch andere ermutigen, beim nächsten Spaziergang einen Müllsack mitzunehmen. Und womöglich auch so manchen wachrütteln, damit nicht einfach alles gedankenlos weggeworfen wird.
Hohe Kosten
Denn die Abfallentsorgung in der freien Natur ist ein großes Problem. Müll wird einfach aus dem Autofenster geworfen oder beim Spazierengehen fallengelassen. „Dieses Littering bedeutet neben der Verschmutzung unserer Umwelt auch einen enormen finanziellen Aufwand für die Reinigung von Straßen und Plätzen und für die Gemeinden“, zeigt Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder auf. Der finanzielle Aufwand der Straßenmeistereien in Oberösterreich beträgt jährlich rund 1,5 Millionen Euro.
Hui statt Pfui
Von März bis Mai läuft wieder die landesweite Hui statt Pfui-Flurreinigungsaktion, zu der das Umweltressort und die oö. Umweltprofis jährlich aufrufen. Im Vorjahr gab es einen Rekord mit 32.000 Teilnehmenden aus 245 Gemeinden, die 52 Tonnen Müll sammelten. „Unsere Umwelt sauber zu halten, ist ein Auftrag an alle und stellt auch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz dar. Abfall gehört in die Tonne, denn heute richtig entsorgte Abfälle sind die Rohstoffe von morgen“, sagt Kaineder.


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