Bioschule Schlägl kommt gut an: Schülerzahl wächst und wächst
AIGEN-SCHLÄGL. Seit Johann Gaisberger Direktor an der Bioschule Schlägl ist – immerhin seit fast 15 Jahren – hat es noch nie so viele Schüler gegeben wie heuer. Eine Entwicklung, die absehbar war.

224 Schüler, großteils aus den Bezirken Rohrbach und Urfahr-Umgebung, drücken aktuell die Schulbank in der Bioschule Schlägl. Und da hat der Schulleiter schon einige abweisen müssen. „Mögliche Klassenschülerhöchstzahl wäre 36. Wir nehmen aber nur 30 pro Klasse, weil wir nicht einmal einen Klassenraum für so viele Schüler hätten. Und vor allem ist auch im Internat kein Platz“, schildert Johann Gaisberger die Situation. Mit 100 Plätzen wird es nämlich eng im Internat der Bioschule Schlägl. „Wir sind auf der Suche nach günstigen Wohnungen oder vermitteln in WGs. Und einige Schüler aus den höheren Jahrgängen müssen wir extern schicken.“ Er achtet aber darauf, dass die Erstklassler der dreijährigen Fachschule einen Internatsplatz bekommen. „Unsere Schüler schätzen gerade jetzt das gemeinschaftliche Zusammenleben im Internat. Dort wird Begegnung ermöglicht und man gehört dazu“, weiß der Schulleiter.
Selbstwirksamkeit wird erlebbar
Den Grund für das seit Jahren steigende Interesse an einer Ausbildung in der Bioschule sieht er vor allem daran, dass die jungen Leute hier selbst aktiv werden können. „Praxisunterricht wird bei uns großgeschrieben. Knapp ein Drittel der gesamten Unterrichtszeit steht unter dem Motto Learning by Doing“, macht Gaisberger deutlich. So können die Schüler selbst Bäume fällen, Brot backen, Joghurt herstellen oder neue Produkte kreieren. Das gesamte Lehrerteam sieht es als Aufgabe, die jungen Menschen für Land- und Forstwirtschaft zu begeistern. Die biologische Ausrichtung ist dabei ein Angebot, wie es funktionieren kann. „Die Entscheidung, wie sie dann den Betrieb zu Hause führen, liegt natürlich beim Schüler“, ergänzt Johann Gaisberger.Die vielseitige Ausbildung an der Bioschule Schlägl legt auch den Grundstein für mehr als 100 Lehrberufe, bei denen das erste Lehrjahr angerechnet wird.
Zeitgemäße Ausstattung
Als Schulleiter freut es ihn natürlich, dass das Angebot passt und dieses so gut angenommen wird. Für die Zukunft brauche es aber „mehr Platz im Internat und Schulgebäude – das wäre unser Wunsch und auch Bedarf. Wir sind zwar kein Agrarbildungszentrum, aber auch keine kleine Schule mehr“, würde sich Gaisberger eine zeitgemäße Ausstattung wünschen.


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