Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ST. MARTIN. Ein Marterl in Helfenberg erinnert an den Tod des Steinmetzes Johann Eisschiel im Jahr 1876. Seine Urenkel haben das Denkmal jetzt in Eigenregie restauriert. Am Dienstag wird es eingeweiht.

Marterl St. Martin (Foto: Ratzenböck)
Marterl St. Martin (Foto: Ratzenböck)

Johann Eisschiel ist am 15. Oktober 1876 von einem Jäger des Grafen beim Wildern erschossen worden. Die Helfenberger richteten ihren Zorn gegen den Jäger, woraufhin der Graf schlichtend eingreifen musste und den Jäger „ins Böhmische“ schickte. Die Steinmetzkollegen errichteten in Folge ein Granitmarterl in der Nähe des Geschehens, in Spanfeld.

Geschichte recherchiert

Im Laufe des Jahrhunderts geriet es in Vergessenheit. „Das Marterl war ziemlich verwahrlost, aber es gab eine gute Beschreibung und eine Zeichnung davon im Archiv der Gemeinde Helfenberg“, sagt Helmut Ratzenböck, ein Urenkel des Johann Eisschiel und langjähriger Lehrer an der heutigen Mittelschule St. Martin. Ratzenböcks Großmutter Juliane war die jüngste Tochter des Johann Eisschiel. Sie heiratete einen Carl Führlinger und nach dessen Tod Matthias Ratzenböck, beide aus Oberneukirchen. „Eine Tante hat meiner Mutter diese Geschichte vor vielen Jahren in einem Brief erzählt. Meine Mutter – sie ist letztes Jahr verstorben – hat mich darum gebeten, mich damit auseinanderzusetzen“, sagt Ratzenböck.

Marterl eingeweiht

Gemeinsam haben die Familien Ratzenböck und Führlinger das Marterl in Eigenregie restauriert. Geholfen haben eine Schildermalerin aus Freistadt sowie ein lokaler Kunstschmied. Das Marterl wird am Dienstag im erweiterten Familienkreis durch einen Puppinger Pfarrer eingeweiht. „Man sollte die Heimatgeschichte nicht vergessen“, sagt Ratzenböck. Eine Inschrift auf dem Marterl erzählt die Geschichte des tragischen Todes genau so, wie sie 1876 auf dem Marterl festgehalten wurde.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden