„Herr Professor, wie kommen die Farben in den Regenbogen?“
ST. PETER. Dass ein studierter Physiker auch noch Kinderbuch-Autor wird, das ist schon ein ungewöhnlicher Werdegang. Genau das ist Stefan Sunzenauer quasi „passiert“, denn geplant war das so nicht: Der gebürtig aus St. Peter stammende Fachhochschul-Professor erklärt in „Die Sonne hat dich lieb“ Kindern die Welt der Physik.

Tagsüber leitet Stefan Sunzenauer das Center of Lifelong Learning der FH Oberösterreich. Doch wenn er abends heimkommt, erwarten ihn da schon seine Frau und seine drei Kinder. Und wie das halt so ist, müssen die Kinder auch ins Bett gebracht werden – nicht ohne Gute-Nacht-Geschichte.
Damit fing der Weg zum Kinderbuchautor für Stefan Sunzenauer an: „Ich lese meiner sechsjährigen Tochter abends immer etwas vor. Aber mit dem, was es am Kinderbuchmarkt so gab, war ich nicht zufrieden. Allerdings gab es da ein altes Buch in Reimform, das ich gerne vorlas und das ich auch von der Länge her als ideal empfand. Das war meine Vorlage“, erzählt der Dreifach-Papa, der mittlerweile in Linz wohnt.
Was sich reimt ist gut
Als Thema wählte er alltägliche Vorgänge in der Natur, die der Absolvent der Johannes Kepler Universität im Fachbereich der technischen Physik kindgerecht in Reimform erklärt: Etwa, warum es abends dunkel wird, woher die Farben in einem Regenbogen kommen, was der Sonne ihre Energie verleiht oder wie der Wind entsteht. Im vergangenen November war „Die Sonne hat dich lieb“ fertig. Doch für den Autor ist das Buch weit mehr als „nur“ ein Erklärbuch: „Es soll einerseits speziell Mädchen für Naturwissenschaften begeistern, denn die Hauptfigur im Buch ist weiblich. Auf der anderen Seite möchte ich damit das Grundvertrauen in die Wissenschaft stärken. Ich bin mir sicher, dass auch der eine oder andere Erwachsene was in meinem Buch lernen kann“, schmunzelt Sunzenauer. Deshalb spricht er selbst eine Altersempfehlung für drei bis 99 Jahre aus.
Besuch im Kindergarten
Weil ihn aber noch immer vieles mit St. Peter verbindet, stellte er vor Kurzem sein Buch im Petringer Kindergarten vor, den auch sein Neffe besucht. Die mittleren Kinder und Schulanfänger hörten der Geschichte aufmerksam zu und im Anschluss beantwortete er ihnen offene Fragen. Abschließend konnten die Kinder ein persönlich gewidmetes Buch kaufen.


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