Nachbar im Boot: Schicksal wird mit Geselligkeit gemeistert
SARLEINSBACH. Der Sozialsprengel Oberes Mühlviertel legt heuer den Schwerpunkt auf Gemeinsamkeit und ein verstärktes Miteinander. Dementsprechend steht auch der Elisabethpreis unter dem Motto „Nachbar im Boot“. Initiativen können jetzt eingereicht werden – so wie jene von Christl Indra.

Mehr als 30 Jahre war Christl Indra als Organistin unersetzlich beim Kirchenchor in Sarleinsbach und darüber hinaus in vielen Bereichen ehrenamtlich engagiert. Immer war die ehemalige Werklehrerin gerne mit Menschen zusammen. Als sie 2019 einen schweren Schlaganfall erlitt, wurde plötzlich alles anders. Seit dieser Zeit ist sie auf den Rollstuhl angewiesen, geistig ist die Sarleinsbacherin aber nach wie vor topfit.
„Immer optimistisch in die Zukunft schauen“
Jetzt sitzt sie öfters auf ihrer Gartenbank vor dem Haus und freut sich, wenn jemand kommt und ein paar Worte mit ihr wechselt. „Ich bin dankbar, dass immer wieder Menschen bei mir auf der Bank Platz nehmen. Eines hat mich meine Krankheit gelehrt: Man darf nie aufgeben, immer offen bleiben für die aktuelle Situation, optimistisch in die Zukunft schauen“, fasst Christl ihre Erkenntnisse zusammen.
Für Sozialsprengel-Obmann Max Wiederseder ist dieser in schweren Zeiten entstandene Treffpunkt vor der Haustür „ein eindrucksvolles Zeugnis, dass man auch mit körperlichen Einschränkungen Spaß und Lebensfreude haben kann. Nachbar im Boot ist ein gutes Motto, und weist darauf hin, dass gemeinsam vieles leichter zu tragen ist“.


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