Im freiwilligen Besuchsdienst für andere da sein
SCHWARZENBERG/BEZIRK ROHRBACH. Als der Rettungsdienst aufgrund einer Schulterverletzung für Gertraud Stangl nicht mehr möglich war, wurde sie auf der Suche nach einem freiwilligen Engagement im Besuchsdienst fündig. Seit mittlerweile 14 Jahren bringt sie Abwechslung ins Leben von oft einsamen Menschen.

Seit 2008 war Gertraud Stangl bei der „Rettung“ wie man sagt, also freiwillig im Rettungsdienst des Roten Kreuzes im Einsatz. Nach einer Schulterluxation wurde ihr von weiteren Diensten abgeraten. Ein Kollege schlug ihr vor sich beim Besuchsdienst zu melden, was sie dann auch machte. „Ich habe mich bei der Bezirksstelle gemeldet und dann die Grundausbildung absolviert“, erzählt die Schwarzenbergerin. „Menschen zu besuchen klingt nach nicht viel, kann aber auch anstrengend sein,“ spricht sie den Umgang mit dementen Klienten an. Dankbar sind nicht nur die Besuchten, sondern auch die Angehörigen, die sich während der Treffen auch auf andere Dinge konzentrieren können.
Kein Pflegedienst
„Der Besuchsdienst ist kein Ersatz für eine Betreuung, kein Pflegedienst oder eine Haushaltshilfe“, zieht Patrizia Staltner vom Bezirkssekretariat eine klare Grenze. „Die Tätigkeiten die mit den Klientinnen und Klienten gemacht werden, sind individuell mit den Betreuerinnen abzustimmen und müssen für beide Seiten passen.“ So gilt es, herauszufinden was den Klienten Spaß macht, bzw. wo an Erinnerungen angeknüpft werden kann, wie zum Beispiel die Musik, wie Gertraud erzählt: „Die Maria (Name geändert) war durch ihre Demenz schon stark beeinträchtig, die drei Strophen des Böhmerwaldliedes sang sie aber ohne Probleme auswendig.“
Das Rote Kreuz Rohrbach ist im ganzen Bezirk auf der Suche nach Interessierten, die im Besuchsdienst mitarbeiten wollen. Die Zeiteinteilung ist frei mit den jeweiligen Klienten abzustimmen. Anfallende Fahrtkosten werden übernommen.


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