Rettungsteams zeigen in Helfenberg vollen Einsatz für WM-Qualifikation
HELFENBERG. Wenn im September in Altenschlag bei Helfenberg Feuerwehrteams aus vier Nationen ihr Können in der technischen Hilfeleistung unter Beweis stellen, gibt es parallel dazu auch eine Österreich-Premiere: Bei der Trauma Challenge treten medizinische Lebensretter-Teams gegeneinander an und kämpfen um die Qualifikation für die World Trauma Challenge in den Vereinigten Arabischen Emiraten im kommenden Jahr.

Dass die Trauma Challenge parallel zum THL-Feuerwehrbewerb stattfindet (Tips berichtete unter www.tips.at/n/711464), hat internationale Gründe: In vielen Ländern ist das Rettungswesen Teil der Feuerwehrarbeit. Auch in Altenschlag orientiert man sich daher an internationalen Standards. Im Mittelpunkt des Traumatages am Samstag, 26. September, steht die optimale Versorgung von Patienten. Teams aus Österreich und Deutschland mit jeweils zwei Mitgliedern – mindestens mit der Qualifikation „Notfallsanitäter“ – stellen innerhalb von 15 Minuten ihr Können unter Beweis. Davon entfallen 14 Minuten auf die aktive Versorgung der Verletzten, eine weitere Minute auf die strukturierte Übergabe an die Bewerter.
Alles streng geheim
Die Teams ziehen jeweils eines von 20 unterschiedlichen Traumaszenarien und begeben sich anschließend bis zum Bewerbsstart in Isolation, um keine Hinweise auf die Aufgabenstellung zu erhalten. Pro Team gibt es einen Patienten, zusätzlich steht ein Ersthelfer zur Verfügung, der in die Versorgung eingebunden werden kann. Ziel ist es, den Patienten strukturiert zu beurteilen, lebensbedrohliche Verletzungen rasch zu erkennen und entsprechend zu behandeln.
Ein Startplatz noch frei
Die Sieger der österreichischen Trauma Challenge qualifizieren sich für die World Trauma Challenge 2027, die von der Dubai Police in den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgetragen wird.
Ein Startplatz für die Trauma Challenge ist übrigens noch frei. Eine Anmeldung ist bis Ende Mai unter www.atro.team/events möglich.
Großes THL-Teilnehmerfeld
Die THL-Tage, also der Bewerb der Technischen Hilfeleistung der Feuerwehren, haben mittlerweile beachtliche Dimensionen erreicht. 48 Teams aus Österreich, Deutschland, Tschechien und Kroatien sind zu Gast. Im Mittelpunkt stehen realitätsnahe Einsatzszenarien, bei denen schwere Verkehrsunfälle und andere technische Notlagen simuliert werden. Jeweils sechs Teammitglieder arbeiten unter Zeitdruck daran, verletzte Personen möglichst rasch, sicher und patientenschonend aus Unfallfahrzeugen zu retten.
Für Zuschauer gibt es also vor allem am Samstag, wenn beide Bewerbe parallel laufen, viel zu sehen.


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