Bierviertel dreht historischen Film über die Kunst des Bierbrauens - Komparsen sind gesucht
MÜHLVIERTEL. Um die jahrhundertealte Tradition des Bierbrauens nimmt sich der Verein Bierviertel an und produziert einen historischen Dokumentarfilm mit Unterhaltungswert. Für einen größeren Dreh im Freilichtmuseum Großdöllnerhof in Rechberg (Bezirk Perg) werden Komparsen gesucht.

Die Szene, die am 8. August gedreht wird, spielt in einem Gastgarten der 1970er-Jahre und rückt die Gemeinschaft und das Miteinander in den Fokus – mit Bier als verbindendes Element. „Dort, wo wir uns auf Augenhöhe begegnen und gemeinsam die Sorgen des Alltags besprechen, Pläne für eine bessere Zukunft schmieden und die Vergangenheit Revue passieren lassen – dort ist stets Platz, um miteinander den Krug zu heben“, hört man den Erzähler aus dem Hintergrund, während die ganze Gesellschaft die Humpen hebt und frohe Stimmen erklingen.
Ein Kulturkollektiv rund um die Filmproduktionsfirma netta mea mit Produzent Roman Schett will mit dem 45-minütigen Dokumentarfilm aufzeigen, wie das Bierbrauen die Region seit der Steinzeit bis heute prägt. Kulturelle und historische Hintergründe werden unterhaltsam, humorvoll und anschaulich vermittelt.
Spannende Fakten fehlen dabei nicht: So gab es etwa schon 400 v. Chr. ein eisenzeitliches Bier der Kelten; im Jahr 1220 bekamen Freistädter Bürger das Braurecht verliehen; 1229 wurde Hofstetten als Herrschaftssitz und Raststätte erstmals urkundlich erwähnt – es ist damit die älteste Brauerei Österreichs; 1580 wurde die Stiftsbrauerei Schlägl gegründet.
Bierige Kulturgeschichte
Auftraggeber für den Film ist das Bierviertel mit der Brauerei Hofstetten, der Stiftsbrauerei Schlägl und der Braucommune in Freistadt, die damit das Mühlviertel als Bier- und Tourismusregion stärken wollen. Der Film wird außerdem so gestaltet, dass er auch im Unterricht eingesetzt werden kann. Finanzielle Unterstützung für das Projekt gibt es von der Leaderregion Donau-Böhmerwald.
Freibier als Gage
Peter Krammer von der Brauerei Hofstetten lädt zum Mitmachen beim Dreh ein: „Gagen können wir leider keine bezahlen, aber für Freibier – in Maßen – ist während der Dreharbeiten gesorgt.“ Die Statisten sollten in 70er-Jahre-Outfit kommen. Bei Frauen passen auch nicht zu moderne Trachtenkleider, bei den Herren Unterleiberl, einfache Poloshirts oder Hemden mit Hosenträgern (Anmeldung ist erforderlich).
Weitere Drehorte werden etwa das Freilichtmuseum Mitterkirchen, der Unterkagererhof in Auberg oder die Freistädter Altstadt sein.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden