Ein ganz besonderes Brauchtum, das es nur in Nebelberg gibt
BEZIRK ROHRBACH. Der Advent ist traditionell voll von Bräuchen, die diese Tage besonders intensiv machen. Im Bezirk Rohrbach gibt es ein besonders seltenes Schauspiel zu sehen – allerdings nur alle zehn Jahre.

Von einem besonderen Brauch erzählt Rohrbachs Bezirksbäuerin Michaela Märzinger. In Nebelberg gibt es das „Raunachtsingen“, das nicht nur ein Singen, sondern ein ganzes Schauspiel ist. Im Mittelpunkt steht der Spruch „Glück herein, Unglück hinaus“. Besonders viel Glück soll es bringen, wenn die Überbringer der Wünsche – was früher vor allem ärmere Menschen waren – mit reichlich gutem Essen beschenkt wurden.
Aufwändige Inszenierung
Etwa 70 Figuren sind daran beteiligt: Vom Guckkastenmann mit seinem „Weib“ über den Platzmacher, den Vorausgehern, den Sterntreibern und vielen mehr werden von all diesen lustigen und grotesken Gestalten Sprüche vorgetragen und dann das Raunachtslied gesungen. Dann kommen noch die „Zitherer“, die mit ihren Instrumenten Gstanzln zum Besten geben und dabei auch so manchen Schabernack der Leute im Ort „ausplaudern“. Über die Bühne geht der Brauch am Tag vor dem Fest der Heiligen Drei Könige.
Was das Schauspiel noch ein bisschen besonderer macht: Es findet nur alle zehn Jahre statt – das nächste Mal leider erst im Jänner 2030.
Noch mehr Traditionelles
Das Aufblühenlassen von Barbarazweigen oder das Räuchern zu den Raunächten bilden weitere Traditionen, die in Oberösterreich den Advent zur besondersten Zeit im Jahr machen.


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