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Nässe, Schnee und Futtermangel erschweren den Herbstzug der heimischen Schwalben.

Fütterndes Rauchschwalben-Männchen in Hörleinsödt (Foto: önj Haslach)
Fütterndes Rauchschwalben-Männchen in Hörleinsödt (Foto: önj Haslach)

Die erste September-Hälfte gestaltete sich spätsommerlich warm. Ab dem 15. September bereitete ein Wettersturz dem warmen und trockenen Sommer 2022 ein jähes Ende. Teils ergiebige Regenfälle setzten, begleitet von kalten Winden aus dem Norden, ein. Selten passiert das so abrupt und über viele Tage andauernd. Auch die Nächte gestalteten sich ungewöhnlich kalt und feucht. In den Alpen zog der Winter ein. Die Schneefallgrenze sank stellenweise unter 1.000 Meter. In den Medien war vom „kühlsten September“ seit 2018 die Rede.

Beschwerlicher Herbstzug

Es gilt als sicher, dass die beiden Schwalbenarten unseres Monitoring-Gebietes rund um Haslach ihr Brutrevier, wie in den Jahren zuvor, in der ersten September-Hälfte bereits verlassen haben. Ab Mitte September konnten wir im Tal der Großen Mühl regelmäßig größere Schwalbentrupps von Rauchschwalben zusammen mit einigen Mehlschwalben bei der Suche nach Fluginsekten zählen.

So beobachteten wir auch am 21. September bei leichtem Regen in unmittelbarer Nähe unserer Schmetterlingswiesen in Schindlau nahrungssuchende Schwalben. Über einem blühenden Rapsfeld versuchten 15 Rauchschwalben an die Blüten heranzufliegen, um auf diese Weise Insekten aus den Blüten aufzuscheuchen und zu fangen. Gleichzeitig rastete gut die Hälfte dieses Vogelzuges auf dem regennassen Asphalt des schmalen Güterweges.

Eine schlimme Nachricht erhielten wir aus dem Gebiet rund um den Attersee. Hier wurde ein mysteriöses Schwalbensterben beobachtet. Der kräftezehrende Flug aus dem Norden Europas endete mit dem Tod zahlreicher Schwalben, noch vor dem anstrengenden Flug über die schneebedeckten Alpen.

Verfasser: Karl Zimmerhackl

Naturschutzjugend önj Haslach

www.oenj-haslach.at


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