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LICHTENAU. Das Team der Hundeschule Lichtenau gibt in den Tips Anregungen, wie das Zusammenleben von Mensch und Hund besser funktionieren kann.

Erziehung beginnt schon im Welpenalter. (Foto: Krakenimages.com - stock.adobe.com)
Erziehung beginnt schon im Welpenalter. (Foto: Krakenimages.com - stock.adobe.com)

„Stell dir vor“, reißt Fred die Hand hoch, die eben noch nach dem Seiterl greifen wollte, und setzt fort: „Letzten Sonntag steh ich mit meiner Frau nach der Messe noch am Kirchenplatz und unterhalte mich mit ein paar Freunden. Da kommt die Gundl, unsere Nachbarin, mit ihrem Hund. Groß ist der schon. Seit er ein Welpe ist, haben wir unsere Gaudi miteinander. Ich sehe ihn und ruf ihm schon von der Ferne ‚Jimmy, ja wo is er denn? Ja Jimmy!‘ zu. Der hat so eine Freude, wenn er mich sieht. Die Gundl konnte ihn kaum mehr halten. Da stürmt der Hund mit ihr her und springt mir rauf. Gott sei Dank war die Messe vorbei – mit dem dreckigen Anzug hätte ich mich nicht mehr in die Kirche getraut!“ Karl atmet kurz durch. „Mich wundert das nicht. Weißt, ich geh jetzt öfter in die Hundeschule. Ich habe zwar keinen Hund, aber was die dort erklären, macht echt Sinn. Jetzt verstehe ich ein wenig besser, wie Hunde so ticken, was man tun soll und womit ich es ‚Hund und Herrl‘, wie man so sagt, schwerer mache. Du hast mit Jimmy gespielt, seit er ein Welpe war. In dem Alter ist alles nett, was die Kleinen machen. Wenn du meinst, beim Welpen ist es egal, wenn er an dir hochspringt, wie soll er dann wissen, dass du es ab einer gewissen Schulterhöhe oder Kleidungsstil nicht mehr willst? Und sag, würdest du deine kleine Nichte zu dir rufen, wenn sie auf der gegenüberliegenden Straßenseite steht? Ohne zu schauen, würde sie dir in die Arme laufen, weil sie sich auf dich freut. Ähnlich ist das mit dem Jimmy. Der freut sich echt tierisch, dich zu sehen. Die Gundl hat dann fast keine Chance, ihn zu halten.“ Fred schluckt – das Bier und auch ob der Beschreibung von Karl. Es scheint plausibel, was er ihm versucht nahezubringen.

Wenn du auf einen vertrauten Menschen samt bekanntem Hund triffst:

Warte, bis der Mensch mit seinem Hund in deiner Nähe ist (rufe ihn nicht aus der Ferne, winke auch nicht freudig mit den Armen, gehe auch nicht in die Hocke – das bringt den Vierbeiner übermäßig in Aufregung).

Gib dem Hundeführenden die Zeit, seinen Vierbeiner in Ruheposition zu bringen. Erst wenn dir der Mensch die Erlaubnis gibt, lass den Hund zu dir kommen (streichle ihm dabei nicht über den Kopf, sondern seitlich) oder akzeptiere, dass er es dieses Mal nicht möchte.

Verfasserin: Karin Grössenbrunner, Hundeschule Lichtenau

Hilfreiche, praxisnahe Anregungen gibt es für Menschen mit und ohne Hund beim Kursbeginn in der Hundeschule Lichtenau am Samstag, 23. März, 12.30 Uhr.

www.hundeschule-lichtenau.at


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