Meisterjubel in St.Stefan: "Seriensiegerinnen" wurden heuer endlich belohnt
ST. STEFAN. Seitdem vor mittlerweile 14 Jahren das sportliche Angebot bei der Union Waldmark St. Stefan um den Bereich Damenfußball erweitert wurde, hat sich aus zahlreichen Sportlerinnen der Region ein starkes Team formiert – dieses feierte nun den größten Erfolg seit der Gründung.

Wie schon in der Saison 2019/2020 lagen die UW St. Stefan Zerspanungstechnik HOGA Ladies – so der offizielle Name – auch 2020/21 zum Zeitpunkt des coronabedingten Meisterschaftsabbruchs an der Tabellenspitze. Brachte das Regulativ in der Vorsaison Kapitänin Michaela Hofbauer und ihre Kolleginnen noch um die Früchte ihrer Arbeit, so klappte es nun im zweiten Anlauf.
In elitärem Kreis dabei
Da in der Frauenklasse Nord/Ost sämtliche Herbstrunden ausgetragen wurden, erfolgte gemäß des vor Saisonstart vom OÖFV adaptierten Regulativs eine Wertung. Da dies nur in einer weiteren Liga möglich war, zählen die Ladies aus St. Stefan gemeinsam mit den St. Florian Juniors in der 2. Herrenklasse Nord Ost zum elitären Kreis der Oberösterreichischen Fußballmeister 2020/21.
Visitenkarte kann sich sehen lassen
Dass der Erfolg überaus verdient ist, zeigt ein Blick auf die eindrucksvolle Bilanz der jüngeren Vergangenheit: So ist das Meisterteam seit dem 19. März 2019 (1:2 in Ternberg) ungeschlagen und holte seither in 27 Spielen 23 Siege und vier Remis. In diesem Zeitraum standen den 89 erzielten Treffern nur acht erhaltene gegenüber. Lohn für die jahrelange Aufbauarbeit ist nun der erstmalige Aufstieg in die Landesliga.
Mit Langzeit-Trainer durch alle Tiefen und Höhen
Am ersten Etappenziel einer langen Fußballreise ist damit auch Helmut Brandl angekommen. Der Meistertrainer zählt im Damenteam wie Andreas Preining und Stefan Hetzmannseder zu den „Männern der ersten Stunde“ und hat die Spielerinnen von den ersten Trainingseinheiten sowie Freundschaftsspielen im Hobbybereich bis zum Einstieg in die Liga begleitet und dank Unterstützung von weiteren Betreuern mit Ruhe und Geduld an der sportlichen Weiterentwicklung gearbeitet. „Natürlich war es ein zäher Weg. Nach dem Einstieg in die Liga setzte es viele Niederlagen und Rückschläge. Wir haben aber immer intensiv gemeinsam daran gearbeitet, uns zu verbessern – ‚Seki‘ Fritz Pöschl und der ganze Verein haben uns dabei großartig unterstützt. Etwa im Frühjahr 2020 bei unserem Trainingslager in Spanien. Dass die Saison kurz darauf abgebrochen und annulliert wurde, war für uns alle ein harter Schlag. Mit einer gewissen Jetzt-Erst-Recht-Mentalität ist es uns aber gelungen, den Aufschwung fortzusetzen. Nun freuen wir uns auf das Abenteuer Landesliga“, so der Cheftrainer im Tips-Gespräch. Ebenso wie seine Spielerinnen – das Altersspektrum reicht übrigens von 14 bis 40plus – freut sich Brandl nun bereits auf Lockerungen, die einen regulären Trainings- und Spielbetrieb sowie auch ein Vereinsleben in gewohnter Manier wieder ermöglichen. Spätestens dann kann auch der Titelgewinn in einem offiziellen Rahmen gefeiert werden – und das hat sich die große Steffinger Fußballfamilie mit all den fleißigen Helfern, Gönnern und Sponsoren auch redlich verdient.


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