Junge Motorsport-Pionierin aus St. Peter behauptet sich bei den Erwachsenen
ST. PETER AM WIMBERG. Mit gerade einmal zwölf Jahren hat Sophie Scheuchenpflug aus St. Peter Motorsport-Geschichte geschrieben: Beim Staatsmeisterschaftslauf in Meiselding (Kärnten) wurde sie nicht nur die jüngste, sondern auch die erste weibliche Buggy-Fahrerin Österreichs, die sich in der Erwachsenenklasse behauptet.

Das Rennen war für Scheuchenpflug ein ganz besonderes Abenteuer, denn sie durfte gleich mit zwei Fahrzeugen antreten. Neben ihrem gewohnten 250-ccm-Racerbuggy wagte sie erstmals den Start mit dem Juniorbuggy 600 ccm in der leistungsstarken Allradklasse bis 1.600 ccm – ein doppelter Einsatz, der nicht nur fahrerisches Können, sondern auch starke Nerven verlangte.
Antriebswelle gebrochen
Im 250-ccm-Buggy lieferte Scheuchenpflug ein beeindruckendes Zeittraining ab und sicherte sich Platz eins mit über einer Sekunde Vorsprung auf Jakob Wagner. Pech dann im Finale: Trotz starkem Regen und einer gebrochenen Antriebswelle kämpfte die Mühlviertlerin zwar tapfer um jeden Meter, musste sich aber mit Platz zwei begnügen.
Platz drei bei Debüt
Noch spannender verlief ihr Debüt in der 1.600 ccm Allradklasse: Im Zeittraining hielt die Zwölfjährige mit deutlich stärkeren Buggys mit, fuhr im Semifinale sogar auf Platz drei und schaffte es dank großartigem Einsatz und Teamgeist – ein anderes Team lieh ihr kurzfristig wegen eines Plattens einen Ersatzreifen – ins Finale, wo sie als Dritte die Ziellinie überquerte.
Die nächste Gelegenheit, das Nachwuchstalent live zu erleben, bietet sich am 12. Oktober, wenn in Herzogsdorf das Heimrennen steigt. Dort hofft Scheuchenpflug auf viele Zuschauer, die sie anfeuern.


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