„Z´Kiberg is am Feinsten“
KIRCHBERG. „Z´Kiberg is am Feinsten“ ist sich Bürgermeister Franz Hofer und mit ihm 1048 Kirchberger sicher. Man ist stolz auf die kleine Gemeinde, vor allem auf die nach wie vor intakte Nahversorgung und das funktionierende Zusammenleben.

„In Kirchberg kann man am Samstagvormittag noch gach ein Sackl Zement kaufen. In welcher Gemeinde gibt´s das sonst schon noch?“, gibt Hofer ein Beispiel. Tatsächlich gibt es im Ort noch ein privat geführtes Lagerhaus, die Firma Grünwald. „Dort findet der Häuslbauer eigentlich fast alles, was er braucht“, so der Bürgermeister. Auch sonst ist man in Sachen Nahversorgung gut aufgestellt. Sechs Wirtshäuser befinden sich im Gemeindegebiet. Man kann also fast jeden Tag in ein anderes gehen. „Wir sind auch darauf bedacht, die Wirte zu unterstützen und ihnen nicht durch Vereinsheime das Leben schwer zu machen.“ Ein Kindergarten, ein Hausarzt, eine Volksschule und ein Freibad runden das Angebot an. Letzteres will man sich auch in Zukunft nicht nehmen lassen
Freibad bleibt
Hofer: „Unser Freibad ist technisch auf dem neuesten Stand und wir werden versuchen, durch kleine, schrittweise Investitionen das Bad auch in Zukunft zu erhalten.“ Wie die meisten anderen Freibäder läuft auch das Bad in Kirchberg defizitär und man kann den vom Land geforderten Ausgabendeckungsgrad von 50 Prozent nicht erreichen. „Es gibt sicher Optimierungspotential und wir werden auch die Eintrittspreise leicht anheben, aber grundsätzlich besteht, auch dank unserer engagierten Pächterin, in den nächsten Jahren keine Gefahr für eine Schließung.“
Finanziell gut aufgestellt
Finanziell steht die Kleingemeinde gut da. Der Rechnungsabschluss 2017 konnte im Ordentlichen Haushalt praktisch ausgeglichen erstellt werden. „Besonders erfreulich ist, dass erstmals nach vielen Jahren wieder eine allgemeine Haushaltsrücklage in der Höhe von 70.000 Euro erwirtschaftet werden konnte. Die allgemein gute Konjunktur und verschiedene positive Umstände ermöglichten dieses Ergebnis.“ Das Geld sei auch dringend notwendig. „In den nächsten zwei bis drei Jahren steht die Sanierung des Turnsaales an. Dort ist das Geld gut angelegt.“
Bevölkerungsentwicklung
Seit der Jahrtausendwende gibt es auch in Kirchberg einen leichten Bevölkerungsrückgang. „Zuzugsgemeinde sind wir keine“, muss auch Hofer gestehen. Trotzdem ging der Verkauf der Baugründe am Tischlerberg im Frühjahr erstaunlich rasch und rege Bautätigkeit beherrscht das Bild. Derzeit sind die Vorbereitungen auf die Erschließung weiterer Bauparzellen im Gange. „Kirchberg ist ja auch ein attraktiver Ort zum Leben. Eine Kleingemeinde hat durchaus seine Vorteile, gerade was das Zusammenleben und den Zusammenhalt innerhalb der Bevölkerung betrifft“, sagt Hofer und erteilt vorsorglich etwaigen Fusionsgedanken eine Absage.
„Die nächstgrößere Gemeinde ist Altenfelden. Wir mögen die Altenfeldner zwar, aber meiner Meinung nach sind Gemeindefusionen kein Allheilmittel. Man sollte nicht alles nach monetären und wirtschaftlichen Kriterien ausrichten, sondern auf Vorteile für die Bewohner bedacht sein.“
Mühlviertler Granitland
Kirchturmpolitik kann man Hofer allerdings nicht vorwerfen: „Wir haben uns mit Altenfelden, Neufelden, Kleinzell und St. Martin zum Mühlviertler Granitland zusammengeschlossen und werden in diesem Verbund künftig auch verstärkt zusammenarbeiten. Es muss dabei allerdings immer ein Mehrwert für die Bürger erkennbar sein.“


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