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"Da haben wir als ÖVP alles richtig gemacht": Erste Kommentare der Regionalpolitiker

Martina Gahleitner, 29.09.2019 18:12

BEZIRK ROHRBACH. Da war der Jubel groß, als die erste Hochrechnung im ÖVP-Bezirksbüro am Bildschirm erschien. Denn die ÖVP wird stärkste Partei bleiben; große Wahlgewinner sind außerdem die Grünen, die ein sensationelles Ergebnis schafften. Wir haben nachgefragt, was die regionalen Vertreter der Parteien zum vorläufigen Wahlergebnis sagen.

  1 / 2   Im ÖVP-Bezirksbüro war der Jubel bei den Funktionären nach der ersten Hochrechnung groß. Foto: Gahleitner

ÖVP-Bezirksparteiobmann LAbg. Georg Ecker kann nur zufrieden sein. „Da haben wir als ÖVP auch im Bezirk vieles richtig gemacht“, kommentiert er den Zugewinn (+ 5,5 %). „Das sehr gute Ergebnis bestätigt, dass Kurz wieder Bundeskanzler werden muss. Und für die ÖVP bieten sich viele Möglichkeiten für Koalitionen.“ Aus Rohrbacher Sicht würde Ecker für eine Koalition der ÖVP mit den Grünen sein: „Das sind die beiden Parteien mit dem größten Zugewinn. Der Wählerwille hat deutlich gezeigt, dass diese Verantwortung tragen sollen.“ Das (noch nicht offizielle) Ergebnis im Bezirk Rohrbach übertrifft laut Ecker für die ÖVP alle Erwartungen.

Vertrauen in die Grünen

Grüne-LAbg. und Bezirkssprecherin Ulrike Schwarz will punkto Koalition erstmal das Endergebnis abwarten, aber zum Feiern ist ihr mit einem Stimmengewinn von 10,4 % (laut Hochrechnung) auf jeden Fall zumute: „Wir sind voll begeistert, dass wir mit so großem Votum in den Nationalrat zurückgewählt wurden“, sagte sie, als wir sie auf dem Weg nach Linz am Tips-Telefon erwischen. Für sie ist klar, dass das Thema Klimaschutz den Grünen geholfen hat, „dieses Vertrauen müssen wir jetzt nutzen, etwas voranzutreiben.“

„7 Prozent wären schon der Wahnsinn“

Der dritte Gewinner dieser Nationalratswahl sind die Neos und Martin Leibetseder vom Landesparteivorstand feiert bei der Wahlparty in Wien das „super Ergebnis“ (+2,4 %). Er ergänzt: „In Oberösterreich werden wir vielleicht mit den Wahlkarten die 7 Prozent knacken – das wäre schon der Wahnsinn.“ Besonders freut den St. Martiner aber, dass ein zweites Direktmandat für OÖ fix ist. Man habe die richtigen Themen angesprochen und Klartext geredet. „Ehrlichkeit, Anstand und Transparenz waren sicher ausschlaggebend“, ist er überzeugt.

FPÖ stürzt ab

Nicht so erfreulich schaut das Ergebnis für die FPÖ aus. Bezirksparteiobfrau LAbg. Ulli Wall hat nicht mit einem derart deutlichen Absturz (-10 %)gerechnet. „Wir haben einen sehr guten Wahlkampf geführt und viele positive Reaktionen erhalten. Ich hätte natürlich ein besseres Ergebnis erwartet, das ist ganz klar. Für uns ist das Ergebnis ein deutlicher Auftrag, uns in den nächsten zwei Jahren gut auf die Landtags- und Gemeinderatswahlen vorzubereiten.“ Im Bezirk liegt der Verlust bei etwa 8 Prozent, also nicht ganz so deutlich wie auf Bundesebene. „Hier herrscht ein gutes Klima und wir werden Wähler wieder zurückholen“, ist Wall zuversichtlich. Und die Opposition sei ebenso eine große Stärke der Freiheitlichen.

Rennen um Platz 2 nicht so knapp, wie prognostiziert

Für SPÖ-Bezirksvorsitzenden BR Dominik Reisinger ist das einzig Positive an dem Ergebnis, dass das Rennen um Platz 2 nicht so knapp ausfiel, wie prognostiziert. Die SPÖ bleibt zweitstärkste Partei - wenn auch mit großen Verlusten (-5 %). „Das ist ernüchternd und ich hätte gehofft, dass wir besser abschneiden. Aber der Wähler war am Wort und so ist eben Demokratie“, sagt Reisinger. Das Bezirksergebnis wird für die SPÖ vermutlich dem allgemeinen Trend entsprechen.


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