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ST. STEFAN-AFIESL. Weil die Gastronomie aktuell wieder still steht, bricht Gansl-Züchter Stefan Schietz aus Neuschlag aktuell ein großer Teil seiner Abnehmer weg – und das ausgerechnet zu Martini.

Ganslbauer Stefan Schietz hofft aktuell vermehrt auf privat Abnehmer. Foto: Fellhofer
Ganslbauer Stefan Schietz hofft aktuell vermehrt auf privat Abnehmer. Foto: Fellhofer

In normalen Jahren tummeln sich am „Greanerhof“ mehr als 1.000 Gänse und Enten. Diese werden vor allem zu Martini und zu Weihnachten großteils an heimische Wirte verkauft. Aufgrund der Situation im Frühling hat Stefan Schietz vorgebaut und heuer nur noch 600 Gänse und 160 Enten zur Aufzucht angeschafft. Doch die ausfallenden Gansl-Wochen schmerzen den Landwirt. Er hofft auf den privaten Konsum und dass viele Wirte nun einen Abhol-Service auch mit Gansl-Gerichten anbieten, denn: „Nach Martini und dem Weihnachtsgeschäft reißt es abrupt ab. Im Jänner fragt niemand mehr nach einem Gansl.“

Sechs Monate verbringen die Tiere auf den Weiden des Grea­nerhofes, ehe sie geschlachtet werden. Normalerweise habe er kein Problem, diese an den Mann zu bringen: „Man muss eine Weidegans vielleicht ein wenig länger braten, dafür hat man das, was man kauft, auch in der Pfanne. Die gehen beim Braten nicht ein wie die schnell gefütterten Gansln aus dem Osten“, weiß Schietz.

Wissen, was am Teller ist

Die Gänse, die er und seine Kollegen der Gemeinschaft „Mühlviertler Weidegans“ vertreiben, kommen allesamt zur Gänze aus einem österreichischen Produktkreislauf. „Die Konsumenten wollen das. Sie wollen wissen, wo ihr Gansl herkommt – vom Ei bis auf den Teller“, sagt Schietz.“Vielleicht überlegt sich der ein oder andere noch, ob es nicht heuer doch ein Weihnachtsgansl gibt. Jedes Gansl hilft uns.“ Rezepte und Infos findet man auf www.weidegans.at.


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