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BEZIRK ROHRBACH. Wie im vergangenen Jahr für die Postzusteller, hat der Treffpunkt mensch&arbeit Rohrbach heuer zur Dankaktion an die Handelsangestellten eingeladen.

Das mensch&arbeit-Team lud ein, Danke zu sagen. (Foto: mensch&arbeit)
Das mensch&arbeit-Team lud ein, Danke zu sagen. (Foto: mensch&arbeit)

Am vergangenen Samstag besuchten die Mitarbeitenden des Treffpunkt mensch&arbeit Supermärkte in Rohrbach, Aigen-Schlägl, Ulrichsberg und Klaffer und luden die Kunden ein, mit einem kleinen Präsent dem Verkaufspersonal zu danken. Viele Menschen beteiligten sich gerne an dieser Geste: „Eine gute Idee, die haben es wirklich nicht leicht“ oder „Gerne bedanke ich mich für diese wichtige Arbeit“, kommentierten sie die Aktion.

Gerade zur Weihnachtszeit sind die Beschäftigten im Handel besonders gefordert. Heuer auch noch wegen verdichteter Einkaufszeiten durch den Lockdown.

Stimmungsbild an der Supermarktkassa

Das Verkaufspersonal bekommt auch einiges vom Stress und der Unzufriedenheit der Menschen mit und macht sich so seine Gedanken dazu. So erzählt eine Kassierin: „Bei meiner Arbeit an der Supermarktkassa kann ich sozusagen live mitverfolgen, wie die Stimmung der Gesellschaft gerade ist. Am Anfang der Pandemie konnte man Respekt und Angst vor dem Virus spüren. Aber die Menschen rückten auch stärker zusammen und kümmerten sich umeinander. Man zeigte sich wertschätzend uns Angestellten gegenüber und man hatte Verständnis, wenn bestimmte Waren gerade nicht vorrätig waren.

Mit der Zeit wurden die Vorsichtsmaßnahmen zur Routine, die Anspannung löste sich, die Zahlen sanken und eine gewisse Sorglosigkeit und Leichtigkeit übernahm wieder die Oberhand. Heute bemerkt man als Verkäuferin ganz deutlich die Spaltung der Gesellschaft. Auf der einen Seite die Leute, die das Virus und die damit verbundenen Maßnahmen ernst nehmen und teilweise auch Angst haben – auf der anderen Seite die, die sich in ihren Grundrechten eingeschränkt fühlen und glauben, nur belogen zu werden. Diese Mischung kann mitunter .auch im Geschäft recht brisant werden, wenn beide Gesinnungen aufeinander treffen“.

Willkommene Geste

Für Betriebsseelsorger Robert Bräuer steht deshalb fest: „Es macht etwas aus, mit welcher Stimmung und Einstellung wir ins Geschäft kommen und es macht etwas mit denen, die dort arbeiten.“ Gesten der Dankbarkeit und Anerkennung werden jedenfalls mit Freude angenommen, das habe die Aktion wieder einmal deutlich gezeigt.


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