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Es ist 5 nach 12! – Gesundheitspersonal marschiert für faire Bedingungen auf

Martina Gahleitner, 24.02.2022 12:58

ROHRBACH-BERG. Österreichweit wurde heute Donnerstag, um exakt fünf Minuten nach Mittag, ein Zeichen für bessere Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung für alle Mitarbeitenden im Gesundheits- und Pflegebereich gesetzt. Denn es ist 5 nach 12! Auch im Klinikum Rohrbach wurde aufmarschiert.

 (Foto: Gahleitner)
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Weil die Zeit knapp ist, kamen die Mitarbeitenden im Klinikum Rohrbach nur kurz vor dem Eingang zusammen. Für ein Foto und um die ersten Unterschriften für die Bürgerinitiative abzugeben. Dann ging es auch schon wieder zurück an die Arbeit. „Wir arbeiten alle am Limit und es fallen viele Überstunden an. Denn auch im Klinikum Rohrbach fehlt Personal in der Technik, Küche, Verwaltung, Reinigung, aber auch Hebammen oder Radiologietechnologen sind gesucht. Dienstposten können aktuell nicht besetzt werden, weil es keine Bewerbungen gibt“, berichten der Betriebsratsvorsitzende Christian Erlinger und seine Stellvertreterin Veronika Ernst. Im Pflegebereich schaue es noch etwas besser aus, „hier sind wir noch nicht so unterbesetzt wie etwa im Linzer Raum.“ Für einen aufrechten Spitalsbetrieb hängen aber alle Bereiche zusammen.

Deshalb unterstützen auch die Rohrbacher die Bürgerinitiative „Achtung Gesundheit! Es ist 5 nach 12!“ und richten den Appell an die Bevölkerung, die Bürgerinitiative zu unterschreiben.

Start für Bürgerinitiative

Es ist dies ein Schulterschluss der Arbeiter- und Ärztekammer sowie der Gewerkschaften im Gesundheits- und Langzeitpflegebereich, die mittels Bürgerinitiative beim Nationalrat Maßnahmen zur Beendigung der akuten Krise im Gesundheitswesen und in der Langzeitpflege einfordern. Mehr finanzielle Mittel für das Gesundheitswesen und den Ausbau der Langzeitpflege, die umgehende Besetzung vakanter Stellen im Gesundheits- und Langzeitpflegebereich sowie eine zusätzliche Aufstockung des Personals, die Schaffung von mehr Ausbildungsplätzen für alle Berufsgruppen, die im Gesundheitswesen und in der Langzeitpflege benötigt werden sowie umgehende Verbesserung der Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten werden ebenso gefordert, wie die Etablierung einer österreichweiten evidenzbasierten Personalbedarfsberechnung und verbindliche Kriterien für die Personaleinsatzplanung oder eine existenzsichernde finanzielle Entschädigung aller Auszubildenden und Quereinsteigenden. Die Arbeit an kranken, beeinträchtigten und pflegebedürftigen Menschen soll zudem als Schwerarbeit anerkannt werden. 

Ab sofort kann jede interessierte Person durch ihre Unterschrift die parlamentarische Bürgerinitiative unterstützen: www.offensivegesundheit.at  


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