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"Job Week" brach mit alten Klischees und gewährte frische Einblicke

Petra Hanner, 01.04.2022 18:45

BEZIRK ROHRBACH. Was macht ein Tischler eigentlich genau? Welche Aufgaben hat ein Karosseriespengler? Und was passiert eigentlich in einer Baufirma? Antworten auf diese Fragen erhielten rund 200 Teilnehmer der „Job Week“ in dieser Woche in 50 Unternehmen im Bezirk Rohrbach.

  1 / 3   Vera Groiss (l.), Doris Steiner (AMS, 2.v.l.) und WKO-Bezirksobmann Andreas Höllinger (r. hinten) freuten sich über die rege Teilnahme der Schülerinnen an der Mädels-Tour im Rahmen der „Job Week“. (Foto: Hanner)

Wirtschaftskammer, AMS und Bildungsdirektion Oberösterreich organisierten die „Job Week“ heuer erstmals, um einen Kontrapunkt zur Corona-Pandemie zu setzen: „Ein direkter Kontakt zu Menschen war jetzt so lange nicht möglich oder schwierig. Jetzt die jungen Menschen direkt hinaus in die Unternehmen zu bringen, ihnen Einblicke zu gewähren, sie einzuladen, sogar selbst Hand anzulegen, ist unsere Antwort auf die Pandemie“, fasst WKO-Bezirksobmann Andreas Höllinger zusammen.

Neben dem Berufserlebnistag im Centro bildet die „Job Week“ nun ein weiteres Format, junge Menschen für das Berufsleben zu begeistern. Und es sei eine Chance, zu zeigen, welche tollen Unternehmen und Jobs es in der Region gibt.

Chance für Wiedereinstieg

Die Schnupperwoche war aber nicht nur für junge Leute gedacht, sondern auch eine ideale Gelegenheit dafür, sich beispielsweise nach einem Wiedereinstieg neu zu orientieren, ergänzt Rohrbachs AMS-Geschäftsstellenleiterin Doris Steiner: „Es ist eine gute Möglichkeit, abseits eines Bewerbungsgespräches ganz unverbindlich in einen Betrieb zu gehen. Wenn die Chemie dann passt – umso besser!“

Die Rückmeldungen der Unternehmen zur „Job Week“ sind positiv. In den Köpfen der potenziellen Zielgruppen müsse sie sich in den nächsten Jahren naturgemäß noch etablieren und festigen. Dennoch sei man mit rund 200 Anmeldungen für die Betriebsbesuche im Bezirk bei der Premiere der Aktionswoche sehr zufrieden.

„Mädels-Tour“

Eine besondere Gelegenheit für Mädchen bot sich im Rahmen der Woche über eine Aktion von „Frau in der Wirtschaft“. Bezirksvorsitzende Vera Groiss lud 43 Mädchen der Mittelschulen Aigen-Schlägl, Haslach und Rohrbach zu einer Tour durch drei Betriebe ein. An einem Tag besichtigten sie BMW Kneidinger in Haslach, die Tischlerei Groiss in Aigen-Schlägl und die Firma M-Tec in Arnreit.

„Es ist eine Herzenssache von mir, Mädels zu ermutigen, Klischees zu überwinden und sich auch über Mädchen-untypische Berufe drüberzutrauen. Das beste Beispiel sind diese drei Betriebe, die sie besuchten. Dort trafen sie auf KFZ-Technikerinnen, Tischlerinnen und technische Zeichnerinnen. Ich bin überzeugt, das macht ihnen Mut, denn viele Mädchen trauen sich einen technischen Beruf gar nicht zu.“


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