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ST. MARTIN. Elf Gemeinden in Oberösterreich wurden vom Energiesparverband zu Energiewende-Leadern bestimmt. Eine davon ist St. Martin.

Gemeinsamer Einsatz für den Klimaschutz (v.l.): Umweltausschuss-Obmann Daniel Paleczek, Bgm. Manfred Lanzersdorfer, Christine Öhlinger und Anja Gahleitner vom oö. Energiesparverband, Umweltausschuss-Schriftführerin Elfi Kehrer und Amtsleiter Günther Kehrer (Foto: Marktgemeinde St. Martin)

Schon seit elf Jahren sind in der Marktgemeinde alle gemeindeeigenen Gebäude mit Photovoltaik ausgestattet, die sich damit zum Teil mit grüner Energie versorgen können. Der nicht genutzte Strom wurde bislang zum geförderten Tarif ins Netz eingespeist. „Jetzt machen wir uns Gedanken über eine Energiegemeinschaft, damit wir den gesamten Sonnenstrom selber nutzen können“, berichtet Bürgermeister Manfred Lanzersdorfer.

Umweltfreundlich wird auch geheizt: So gut wie der ganze Ortskern ist an das Nahwärme-Heizwerk angeschlossen. Dieses soll ausgebaut werden. Dank des Umweltausschusses ist die Bevölkerung sensibilisiert für dieses Thema, „es passiert viel Bewusstseinsbildung im Klimabereich durch Vorträge und Veranstaltungen“, ist Lanzersdorfer dankbar für dieses Engagement.

Energiewende im betrieblichen Bereich

Gemeinsam mit dem oö. Energiesparverband will man nun die Energiewende im betrieblichen Bereich vorantreiben. „Die erstellte Roadmap zeigt einen CO2-Ausstoß von 55.000 Tonnen pro Jahr vorwiegend durch unsere Betriebe. Wir treten mit den Unternehmern in Kontakt und wollen Möglichkeiten aufzeigen, wie man diesen reduzieren kann“, sagt der St. Martiner Ortschef.

Vorrang für Radfahrer

Die Marktgemeinde wird auch klimafreundliche Mobilität fördern und die Fahrradberatung des Landes OÖ in Anspruch nehmen. „Ohnehin haben wir schon viel in diesem Bereich umgesetzt“, weist Manfred Lanzersdorfer auf die vielen Radwege im Gemeindegebiet hin, heuer erfolgt die Schließung von Drautendorf nach Stapfenedt. „Aber vor allem im Ortszentrum sollen Radfahrer noch mehr Vorrang bekommen.“


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