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ARNREIT. Mehr Platz für die Kleinsten, mehr Platz zum Wohnen und mehr Platz für Artenvielfalt: In Arnreit wird gerade fleißig für eine gute Zukunft der Gemeinde gewerkt.

  1 / 3   v. l.: Vbgm. Obfrau Andrea Hofer, Jagdvertreter Josef Hartl und Ortsbauernobmann Thomas Egger beim Pflanzen der Sträucher (Foto: privat)

1,8 Millionen Euro flossen in den Ausbau des Kindergartens, der am 4. Juni feierlich wiedereröffnet wird. „Ein Jahr lang haben wir saniert und erweitert, damit wir nun alle drei Gruppen in einem Gebäude unterkriegen. Danke an die Pfarre, die uns als Ausweichquartier den Pfarrhof überlassen hat!“, so Bürgermeister Heinz Kobler, der aber auch froh ist, dass die Finanzierungszusage noch vor Corona kam: „Der Bau ist um stolze 600.000 Euro teurer geworden als zuerst geplant. Ich bin mir sicher, dass wir das sonst nicht mehr genehmigt bekommen hätten.“ Nun bekommt der Kindergarten, der ab Herbst zwei Kindergarten- und neu eine Krabbelgruppe beherbergen wird, sogar eine einzigartige Dachterrasse zum Spielen und Toben. Die Eröffnung findet am 4. Juni mit einem Tag der offenen Tür von 11 bis 17 Uhr statt.

G'riss um Wohnraum

Der Ausbau der Kinderbetreuung ist notwendig geworden, weil in der Gemeinde reger Zuzug herrscht. Zwei neue Wohnblöcke mit je acht Wohneinheiten am Sonnenhang sind bereits komplett belegt, ein dritter Block steht in Aussicht. Zudem wurden im vergangenen Jahr in Hölling zehn Baugründe neu geschaffen. Auch hier sind alle bis auf einen bereits vergeben.

Neues Kirchenportal

Abgeschlossen ist nun auch die Generalsanierung der Kirche, die jüngst wieder eingeweiht wurde. Ein Blickfang ist das neue Eingangsportal, das vom Linzer Künstler Robert Oltay gestaltet wurde. Thema des Portals ist „die Taufe“: Eine 15-teilige Bleiverglasung zeigt Symbole wie die Taube, Wasser und Fische als Zeichen des Beginns christlichen Lebens. „Die Idee ist, dass die Besucher der Kirche beim Durchschreiten des Portals gestärkt und beschützt in das Innere der Kirche eintreten“, so die Gedanken des Künstlers selbst.

Projekt Nahversorgung

Neu gedacht wird die Nahversorgung in der Gemeinde. Seitdem das Kaufhaus Arnreiter Anfang 2021 zugesperrt hat, fehlt die örtliche Nahversorgung fast ganz. In den letzten Wochen und Monaten sammelte eine Arbeitsgruppe daher Ideen und besichtigte unterschiedliche Lösungen. Die Reise führte quer durch den Bezirk und in Nachbarbezirke. Derzeit wird ein maßgeschneidertes Konzept entwickelt. „Wir haben Gott sei Dank auch noch unsere Wirtin Bettina, die im Wirtshaus einen Krämerladen für die Grundversorgung eingerichtet hat. Dort gibt es einige regionale Produkte“, sagt Bürgermeister Heinz Kobler, der sich aber auch über die neue Initiative unter der Federführung von Vizebürgermeisterin Andrea Hofer freut.

Pflanz-Aktion

Hofer ist auch Obfrau des Umweltausschusses, der sein Arbeitsjahr unter das Motto „Zukunft und Artenvielfalt ist kein Widerspruch“ stellt. Am Runden Tisch des örtlichen Umweltausschusses, der Ortsbauernschaft und der Jägerschaft wurden einige Potenziale ausgelotet. Konkret gibt es jetzt im Frühling für Landwirte spezielle Saatgutmischungen und für Waldbesitzer heimische Pflanzen und Sträucher für Wild- und Mehrnutzungshecken. „Durch das Engagement der Landwirte wurde es möglich, 600 Sträucher in 30 unterschiedlichen Arten quer durch Arnreit zu pflanzen“, freut sich Hofer. Für den Herbst ist bereits eine weitere Aktion geplant. In Zusammenarbeit mit der Landjugend werden Nistkästen angefertigt, die dann alle kaufen können, die der Natur und ihren Bewohnern unter die Arme greifen wollen.


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