Neubau des Traunfallsteges in Roitham erfolgt in den nächsten Wochen
ROITHAM. Der Traunfall ist für Roitham so wichtig, dass der Ort seit dem Vorjahr offiziell den Namenszusatz „am Traunfall“ führt. In Kürze wird der baufällige Traunfallsteg erneuert.

Im vergangenen Sommer musste der Steg wegen seiner Baufälligkeit gesperrt werden. Der neue Steg, der noch diesen Frühling errichtet werden soll, wird als überdachte Holzbrücke, kombiniert mit Stahl und Aluminium, ausgeführt. Dies macht die Konstruktion wesentlich langlebiger. Aussehen wird die Brücke ähnlich wie der Hofmühlesteg in Scharnstein. Die Kosten von 180.000 Euro werden zu je einem Drittel vom Land OÖ und den Gemeinden Roitham und Desselbrunn getragen.
Gesprengte Traunbrücke brachte Roitham zu Gmunden
Die Geschichte der neben dem Steg liegenden Traunbrücke zeigt, wie wichtig die Verbindung über die Traun einst für Roitham war: Obwohl sich der Ort dem Bezirk Gmunden sowohl wirtschaftlich als auch verkehrsmäßig enger verbunden fühlte, gehörte Roitham lang zu Vöcklabruck. Der Weg dorthin führte über die Traunbrücke. Diese wurde jedoch in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges zerstört: Sie war mit Sprengstoff präpariert worden, um ein Vorrücken der Alliierten zu verhindern. Dieser Plan wurde zwar aufgegeben, allerdings löste ein Blitz die Sprengladung trotzdem aus.
Da durch die fehlende Brücke der Weg nach Vöcklabruck für die Roithamer viel länger war als der nach Gmunden, kam es im Dezember 1945 zur – zunächst provisorischen – Angliederung an den Bezirk Gmunden. Vier Jahre später, die Brücke war in der Zwischenzeit wieder neu errichtet worden, wurde Roitham dann dauerhaft der Bezirkshauptmannschaft Gmunden zugeordnet.


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