Eine Alltagsoase mitten im Grünen: die Chagerkapelle
SARLEINSBACH. Es ist schon ein besonderer Ort, das Platzerl wo 1888 die Chagerkapelle gebaut wurde. Und wie bei allem Besonderen muss man ein bisschen suchen, um es zu finden.

Am besten nimmt man sich einen Nachmittag Zeit und verbindet den Besuch bei der Kapelle mit einer Wanderung. Dafür anbieten würde sich der Lebensblickweg mit seinen insgesamt zwölf Themenpunkten. Ausgangspunkt des bestens beschilderten Weges ist der Parkplatz beim Kräuterhof Mandl am Ende des Ortes. Kindheit heißt die erste Station direkt bei der Schule und bald darauf ist man unterwegs in der hügeligen Landschaft zwischen Donautal und Böhmerwald. Der erste schöne Rastplatz liegt dann eben bei der Chagerkapelle. Ansonsten kann man auch bei der Stockschützenhalle parken und erreicht die Kapelle über einen Waldweg in etwa zehn Minuten.
Erbaut wurde die Kapelle von Anton und Cäcilia Meisl, denen früher die Fixlmühle gehört hat. Der Innenraum ist der Lourdesgrotte nachempfunden. Berühmt ist die Chagerkapelle für das Augenbründl, einem Wasser, das Augenleiden lindern soll. Die Quelle dafür befindet sich mitten im Wald in einer kleinen Schlucht.
Weit weg von Allem
Neben der angeblichen Hilfe bei Augenproblemen hat die Quelle einen weiteren positiven Effekt: Dank der Abgeschiedenheit des Orts kommt das Plätschern des Wassers besonders gut zur Geltung und lädt zum Entspannen und Träumen ein. Wobei man dafür auch etwas Glück braucht: Im Sommer, nach langen Trockenperioden, tröpfelt das Wasser nur vor sich hin. Im Frühjahr hingegen, während der Schneeschmelze, rinnt es reichlich.


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