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Hurra, die Storchen-Babys sind da! - Machlandgemeinde freut sich mit "Stammgast" über Nachwuchs

Markus Hochgatterer, 08.05.2019 09:10

SAXEN. Weißstörche sind in der Machlandgemeinde schon seit vielen Jahren heimisch. Jahr für Jahr warten die Bewohner gespannt, auf den Nachwuchs. Nun ist es endlich so weit: die ersten vier Jungen erblickten das Licht der Welt. 

Weißstorch-Nachwuchs in Saxen. Foto: Robert Gattringer
Weißstorch-Nachwuchs in Saxen. Foto: Robert Gattringer

Der Weißstorch gilt als Glücksbringer, Frühlingsbote und Überbringer von Babys. In Oberösterreich ist der große Schreitvogel mit den roten Stelzbeinen und dem langen Schnabel ein seltener Brutvogel: Im Vorjahr haben nur noch fünf Paare in Oberösterreich gebrütet, sieben Jungstörche sind flügge geworden. „Vor allem der Verlust an geeigneten Lebensräumen wie nahrungsreiche Feuchtwiesen machen Meister Adebar zu schaffen. In Saxen sind Anfang Mai die ersten vier Storchenjungen in diesem Jahr geschlüpft“, so der oberösterreichische Storchenbeauftragte Robert Gattringer von der Naturschutzbund-Regionalgruppe Machland. Der Baumgartenberger besucht regelmäßig den Nachbarort Saxen, um nach dem Wohl der Jungstörche Ausschau zu halten. 

In weiteren Orten wird noch gebrütet 

Auch in Bad Leonfelden, Haslach und Grein wird noch gebrütet. Im Gegensatz zu seinem scheuen Verwandten, dem Schwarzstorch, hat sich der Weißstorch den Menschen eng angeschlossen und ist ein typischer Kulturfolger. „Seine imposanten, oft mehrere hunderte Kilogramm schweren Horste finden sich meist auf Schornsteinen, Hausdächern und Masten. Oft haben Naturschützer zuvor wagenradgroße Horst-Plattformen an passenden Stellen angebracht, um Meister Adebar die Nistplatzsuche nach der Rückkehr aus den afrikanischen Winterquartieren zu erleichtern. Dem Brutplatz bleibt ein Storchenpaar zumeist jahrelang treu“, erklärt Robert Gattringer vom Naturschutzbund.

Abwechslungsreicher Speiseplan 

Auf dem Speiseplan stehen Mäuse, Regenwürmer, große Insekten, Amphibien und Reptilien, welche der Weißstorch auf landwirtschaftlich genutztem Grünland und an Stillgewässern findet. Besonders wichtig sind extensiv genutzte Feuchtwiesen und artenreiche Blumenwiesen, nur dort kann er ausreichend Nahrung für sich und seine Nachkommen finden. Ein ausgewachsener Storch benötigt etwa 600 Gramm Nahrung pro Tag, dies entspricht ungefähr 16 Mäusen oder 600 Regenwürmern. Der tägliche Nahrungsbedarf einer ganzen Storchenfamilie liegt bei etwa 4,5 Kilogramm. Umso wichtiger ist es, dass sich die Elterntiere in der direkten Umgebung des Nestes auf Nahrungssuche begeben können.Meister Adebar zu schützen, bedeutet seinen Lebensraum zu erhalten. Nur wo es noch Feuchtwiesen und Blumenwiesen, Gewässeraltarme und Teiche gibt, haben der Weißstorch und mit ihm zahlreiche andere Tier- und Pflanzenarten eine Chance. Der Naturschutzbund ruft daher zum Erhalt und Neuanlage dieser typischen Storchenlebensräume auf, damit auch in Zukunft junge Weißstörche in Oberösterreich schlüpfen und flügge werden.


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