Julia Ribbeck liest in Schärding aus Tagebüchern von Prostituierten
SCHÄRDING. Aus den Tagebüchern von Sexdienstleisterinnen liest die Schauspielerin Julia Ribbeck am 20. März um 19 Uhr im FIM Schärding.

Die Beratungsstelle LENA, für Menschen, die in den sexuellen Dienstleistungen tätig sind oder es waren, möchte mit der Lesung Raum für einen Informationsaustausch und Reflexion zum Thema Prostitution/Sexdienstleistungen schaffen.
Viele Fragen rund um das Thema
Es gibt viele Ängste, viel Unausgesprochenes und viele Fragen rund um das Thema Prostitution/Sexdienstleistung. Gesetzliche und soziale Ausgrenzung, Diskriminierung, Stigmatisierung und Kriminalisierung machen es Sexdienstleisterinnen nahezu unmöglich, offen über ihre Situation, ihre Anliegen und ihre Probleme zu sprechen. Über die tatsächlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen von Menschen, die in Österreich in den Sexdienstleistungen arbeiten, gibt es kaum sachliche Information. Deshalb werden Sexdienstleister und ihre Lebenssituationen noch immer mehrheitlich ignoriert oder auf ihren Opferstatus reduziert, womit sie erst recht in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt werden.
Klischees hinterfragen
Im Anschluss an die Lesung nehmen sich die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle LENA Zeit, Fragen zu beantworten, Unsicherheiten anzusprechen und Klischees zu hinterfragen. Als theologischer Begleiter steht der Leiter der RegionalCaritas, Wilfried Scheidl, für Gespräche zur Verfügung.


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