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ZELL/PRAM. Mit einem echten Musical-Klassiker sorgt die Pramtaler Sommeroperette in Zell an der Pram von 12. bis 28. Juni für frischen Wind: „My Fair Lady“ überrascht nicht nur mit Innviertler Dialekt, sondern auch mit einer unerwarteten Wendung rund um Eliza Doolittle. Regisseurin Sally Elblinger sprach mit Tips über die Besonderheiten der diesjährigen Inszenierung.

Sally Elblinger führt heuer bei der Pramtaler Sommeroperette Regie. (Foto: Annemone Taake)
Sally Elblinger führt heuer bei der Pramtaler Sommeroperette Regie. (Foto: Annemone Taake)

Tips: Frau Elblinger, was ist das Besondere an der diesjährigen Sommeroperette? Worauf dürfen sich die Besucher freuen?

Sally Elblinger: Diesen Sommer gibt es mit „My Fair Lady“ einen echten Blockbuster mit vielen Ohrwürmern. Wir haben uns dafür entschieden, Eliza Doolittle und die gesamte gesellschaftliche Unterschicht im Innviertler Dialekt sprechen zu lassen, um so auch auf inhaltlicher Ebene den Bezug zum Aufführungsort herzustellen.

Außerdem haben wir uns die Frage gestellt: Was wäre, wenn Eliza eigentlich aus einem wohlhabenden Haushalt stammen würde, aber diese Information nur dem Publikum und nicht den Figuren auf der Bühne bekannt wäre?

Damit greifen wir eine für das Stück sehr zentrale Frage auf: Wird ein Mensch durch veränderte Kleidung und Sprache wirklich zu jemand anderem oder verändert sich lediglich die Wahrnehmung durch sein Umfeld? Ganz wichtig ist uns dabei, dass das Publikum sowohl dazu eingeladen ist, über gesellschaftliche und geschlechtliche Konventionen nachzudenken, als auch – und das ist uns genauso wichtig – in dieser wundervollen Musik zu schwelgen und sie zu genießen.

Tips: Wie intensiv sind die Vorbereitungen?

Elblinger: Wir starten diese Woche in die intensive Phase. Die Darsteller haben ihre Figuren bereits in den vergangenen Wochen zum Leben erweckt und nun gilt es, die vielen einzelnen Elemente, die wir bereits erarbeitet haben, zu einem großen Ganzen zusammenzuführen, worauf ich mich schon sehr freue. Auch für den oberösterreichischen Dialekt haben wir zum Glück einige Experten im Team.

Tips: Worauf freuen Sie sich persönlich am meisten?

Elblinger: Ich freue mich besonders darauf, unter freiem Himmel in einem so wunderschönen Ambiente wie dem Schloss Zell an der Pram zu spielen – eine Kulisse, samt Lindenbaum, die auf jeden Fall auch in die Inszenierung miteinbezogen wird.

Wenn wir dann auch dort proben, werden alle bestimmt noch einmal mehr von diesem besonderen Ort und dem fertigen Bühnenbild inspiriert werden als auf der Probebühne. Sommertheater hat einfach eine ganz besondere Atmosphäre und ich merke jeden Tag, wie alle Beteiligten mit großem Engagement über ihre eigenen Aufgabenbereiche hinaus dazu beitragen, dass wir gemeinsam etwas Besonderes erschaffen.

Noch wichtig zu erwähnen: Regiearbeit allein führt selten zum Erfolg – entscheidend ist ein gutes Team. Gerade erlebe ich einmal mehr, mit welch wunderbaren Kollegen ich in den Bereichen Bühnenbild, Kostüm, Choreografie, Musik sowie nicht zuletzt Gesang und Schauspiel zusammenarbeiten darf. Schöner hätte ich mir meine erste Inszenierung „zu Hause“ in Österreich kaum vorstellen können.


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