Kinderbetreuungsnetzwerk Sauwald Pramtal wird aufgrund des großen Erfolges 2017 fortgesetzt
SIGHARTING. Familienergänzende Kinderbetreuung ist für kleine Gemeinden eine große Herausforderung. Mütter und Väter wollen Familie und Beruf gut vereinbaren können: Damit Eltern diese Möglichkeit offen steht, braucht es genügend qualitativ gute, bezahlbare Plätze in der familienergänzenden Kinderbetreuung. Mit dem Projekt Kinderbetreuungsnetzwerk Sauwald Pramtal wurden 2016 bereits sieben gemeindeübergreifende Kinderbetreuungsnetzwerke gestartet und umgesetzt.

In der Abschlussveranstaltung im Schloss Sigharting wurde das Projekt, die Teilnetzwerke und die Ergebnisse vorgestellt. Wesentlicher Aspekt waren dabei die positiven Auswirkungen auf die beteiligten Eltern, Kinder und Gemeinden. Bei der Veranstaltung wurden mit den anwesenden Experten auch überlegt wie die Netzwerke weiter ausgebaut und für andere Themen genutzt werden können. Weiters wurde dem anwesenden Landeshauptmannstellvertreter Thomas Stelzer als zuständigem Landesrat u.a. für Kinderbetreuung mitgegeben welche Erfahrungen in den Netzwerken bezüglich rechtlichen Rahmenbedingungen gemacht wurden und was die Netzwerke brauchen um sich weiterentwickeln zu können. Konkrete Ideen wurden gesammelt und sollen schon im nächsten Jahr in Umsetzungen münden.
Lob von Landesrat Stelzer
Landesrat LH-Stv. Thomas Stelzer skizzierte vor knapp 60 interessierten Teilnehmern die künftigen Herausforderungen im Bereich der Kinderbetreuung und die damit verbundenen Lösungsansätze des Landes OÖ. Stelzer war voll des Lobes für das gemeindeübergreifende LEADER-Projekt der Region Sauwald-Pramtal und hofft auf viele Nachahmer in den Gemeinden OÖs für diese Form der flexiblen Kooperation von Gemeinden.
Podiumsdiskussion
In einer Gesprächsrunde am Podium wurden das Projekt aus unterschiedlichen Ansichten beleuchtet: Die Gemeinden kamen ebenso zu Wort wie die Kindergärten und Volksschulen, die Eltern sowie die übergeordneten politischen Ebenen im Land OÖ. Brandneue Informationen zu den Auswirkungen des frisch paktierten Finanzausgleichs auf die Kinderbetreuung in den Gemeinden wurden von Gemeindebundpräsident Hans Hingsamer erläutert.
Stimmen aus den Netzwerken:
- Netzwerk ist super, können gemeinsam besser auf Bedürfnisse und Veränderungen reagieren
- Gemeinsam können wir mehr erreichen
- Sehr heißes Thema, Nachfrage immer größer
- Wir kämpfen mit Abwanderung, das Netzwerk kann vielleicht etwas abhelfen
- Hohe Zufriedenheit der Eltern
Das Projekt wurde abgeschlossen, die professionelle und effiziente Prozessbegleitung durch Elisabeth Kumpl-Frommel durch die SPES-Familienakademie wurde von vielen Netzwerkpartnern extra hervorgehoben. Alle Netzwerksprecher sind sich einig: Die gemeindeübergreifende Kinderbetreuung wird 2017 fortgeführt und weiter ausgebaut werden.
Details/Infos zum Projekt Kinderbetreuungsnetzwerk Sauwald-Pramtal
Insgesamt wurde in sieben Teilnetzwerken bereits 15 Netzwerktreffen abgehalten und damit erste Projektergebnisse erreicht: In sechs der sieben Netzwerke wurde eine gemeinsame Sommerkindergartenbetreuung 2016 aufgebaut oder für 2017 vorbereitet. In fünf Netzwerken wurde der Sommerkindergarten schon 2016 konkret umgesetzt. Fast alle (29) der 31 Gemeinden der Region Sauwald-Pramtal haben sich aktiv am gemeinsamen Kinderbetreuungsnetzwerk beteiligt und zum Erfolg beigetragen. Damit konnten rund 220 Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren während der Sommermonate professionell und pädagogisch begleitet betreut werden.
In den Netzwerken waren Vertreter der Gemeinden, Kindergärten und Eltern an gemeinsamen Lösungen orientiert und haben diese von Jahresanfang bis April unter Begleitung und Moderation von Elisabeth Kumpl-Frommel, SPES bestens für den Sommer vorbereitet. Das Feedback der rund 130 in den Netzwerken eingebundenen Personen aber auch von vielen Eltern in den Gemeinden ist sehr positiv. Das Projekt wird vom Regionsverband Sauwald-Pramtal getragen und zu 80 Prozent aus LEADER-Mittel gefördert. Die Eigenmittel werden vom Regionsverband Sauwald-Pramtal eingebracht. Das Projekt wird Ende 2016 abgeschlossen, auf die entwickelten Netzwerke und Kontakte kann aufgebaut werden, weitere gemeinsame Sommerkinderbetreuungen aber auch zusätzliche, gemeinsame Angebote sind zu erwarten. Dazu sollen immer wieder auch Impulse und Beispiele aus anderen Regionen in die Region geholt werden.


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