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OBERÖSTERREICH. Der 41-jährige Rumäne Avram Iancu will als erster Mensch die Donau vom Ursprung bis nach Sulina im Donaudelta am Schwarzen Meer ohne Neoprenanzug, nur mit Badehose und Badekappe bekleidet, durchschwimmen.

Avram Iancu möchte die Donau durchschwimmen. Foto: Walter Humer
  1 / 6   Avram Iancu möchte die Donau durchschwimmen. Foto: Walter Humer

Avram Iancu startete am 20. Juni in Donaueschingen und möchte die 2860 Kilometer bis zur Mündung bis 31. August 2017 schaffen. Dazu muss er täglich zehn bis zwölf Stunden im derzeit in Oberösterreich etwa 18 Grad „warmen“ Donauwasser verbringen. Drei Wochen nach dem Start des Projektes machte Avram mit seinen Begleitern im Oberen Donautal Station. Der Kontakt wurde über die aus Rumänien stammende Frau des Wirtes im Gasthaus zur blauen Donau – Madalina Schlager - hergestellt.

Der Donaupilot

Animiert hat den gelernten Bibliothekar der Roman „Der Donaupilot“ von Jules Verne. 1876 - das ist die Zeit, in der sich in Bulgarien der Widerstand gegen das Osmanische Reich regt. Just einer der Anführer dieses Widerstandes ist der Donaulotse (also Pilot) und Fischer Serge Ladko, der das Land verlassen muss. Um ohne Papiere wieder einreisen zu können, fasst er den Plan, als Sieger des Fischerwettbewerbes in Sigmaringen (Deutschland) mit viel Medienpräsenz die Donau in einer Art Triumphzug hinunter zu reisen. Das ist der Beginn eines kriminalistischen Verwirrspiels, an dessen Ende der Romanheld seine entführte Frau wieder in die Arme schließen kann.

Die Beweggründe

1876 – das sind genau 100 Jahre vor der Geburt von Avram Iancu, der auf den Spuren des Romanhelden von Jules Verne zehn Jahre nach dem EU-Beitritt Rumäniens mit möglichst viel Medienpräsenz die Donau durch die zehn Donauanrainerstaaten bezwingen will und damit auch auf das einzigartige Ökosystem der Donau und des Donaudeltas aufmerksam macht. Er wird dabei von zwei Kamerateams, die vor allem auch die malerische Landschaft des Donautales bildlich festhalten und zwei Beibooten sowie einem Fahrzeug begleitet. Seine genaue Position kann man jeweils via facebook unter „Avram Iancu“ mitverfolgen.

Kontakt zu den Menschen ist sein Credo

Besonders bemerkenswert ist, dass Avram und sein Team neben den täglichen Strapazen immer noch Zeit für das eine oder andere Gespräch mit den Einheimischen finden – drei seiner Begleiter sprechen im Übrigen sehr gut deutsch. So gelang es auch, ihn zu Beginn seiner Etappe von Oberranna nach Aschach beim Seminarhotel in Wesenufer für ein Foto aus den Fluten zu locken.

Der rumänische Abenteurer ist übrigens ein Wiederholungstäter. 2016 durchquerte er ohne Neoprenanzug den Ärmelkanal. Er bewältigte die 62 Kilometer damals in beachtlichen 18 Stunden.


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