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Schärding verzeichnete im April geringste Niederschlagsmenge oberösterreichweit

Elena Auinger, 07.05.2020 09:01

BEZIRK SCHÄRDING/OÖ. Nur ein Millimeter Niederschlag wurde in Schärding im April gemessen. Damit bildet Schärding gemeinsam mit Reichersberg (Bezirk Ried) und Reichenau (Bezirk Urfahr-Umgebung) das Schlusslicht was die gemessenen Regenmengen im April betrifft.

Viele Landwirte standen Ende April noch vor trockenen Feldern. (Foto: Land OÖ)
Viele Landwirte standen Ende April noch vor trockenen Feldern. (Foto: Land OÖ)

Das Niederschlagsdefizit bisher liegt zwischen 50 und 90 Prozent je nach Region. Die Grundwasserstände in Oberösterreich befinden sich seit langem in einem alarmierenden Sinkflug. An vielen Messstellen werden seit Monaten Negativrekorde aufgezeichnet.

Schäden für Land- und Forstwirtschaft

Die Konsequenzen sind laut Klimalandesrat Stefan Kaineder enorme Schäden in der Land- und Forstwirtschaft. Die Rekordtrockenheit im heurigen Jahr bedroht beispielsweise bereits die Wälder. Da ist auf der einen Seite die Borkenkäferproblematik, durch die unsere Wälder in den letzten Jahren massiv ausgeräumt werden mussten und auf der anderen Seite die massive Trockenheit, die die Aufforstung der letzten Jahre bereits wieder vernichtet. „Die Bedrohung durch den stetig voranschreitenden Klimawandel wird immer spürbarer und sichtbarer: Trockene Felder. Ein Borkenkäfer, der in den Wäldern wütet. Familien, die in der Peripherie den Wasserhahn aufdrehen und es kommt nichts mehr, weil der Grundwasserspiegel so niedrig ist. Das sind die Vorboten der Klimakrise und hier müssen wir jetzt handeln. In einem der wasserreichsten Länder dieser Erde fehlt es immer mehr an Niederschlag. Daher müssen wir alle wirtschaftlichen Anstrengungen beim Wiederaufbau unseres Landes vor allem unter den Aspekt des Klimaschutzes stellen. Es muss uns gelingen, mit einem Kraftakt zwei Krisen zu bekämpfen. Das bedeutet, dass wir jetzt in den Kampf gegen die Klimakrise massiv investieren müssen. Alle unsere Maßnahmen müssen krisensicher und klimafit sein“, ist sich Klimalandesrat Kaineder sicher.


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