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BEZIRK SCHÄRDING. Den Fahrplan für das im September beginnende, neue Schuljahr stellte Bildungsminister Heinz Faßmann jüngst vor. Tips hat mit dem Schulaufsichtsteam der Bildungsregion Innviertel, Leiterin Schulqualitätsmanagerin (SQM) Eva Panholzer sowie SQM Michaela Lechner und SQM Hans Peter Palasser über den bevorstehenden Schulstart, die dazugehörigen Maßnahmen sowie über Herausforderungen gesprochen.

Am 14. September beginnt das neue Schuljahr. Das Bildungsministerium hat dafür einen Corona-Fahrplan entwickelt. (Foto: FamVeld/shutterstock.com)

Tips: Rückblickend auf das Frühjahr 2020: Was waren während des Shutdowns die größten Herausforderungen für die Schulen, Lehrer und Schüler?

Eva Panholzer: Herausforderungen waren sicherlich die fast täglich ändernden Rahmenbedingungen für die Schulen von der Regierung bzw. des Ministeriums. Die Schulleitungen haben hier enorme Arbeit geleistet. Sie haben am jeweiligen Schulstandort immer die Stellung gehalten und alle wichtigen Maßnahmen binnen kürzester Zeit umgesetzt. Videokonferenzen waren plötzlich an der Tagesordnung und haben den Austausch zwischen den Direktoren bzw. Lehrern erleichtert. Es ist schon bewundernswert, wenn man bedenkt, dass wir so eine Situation noch nie hatten. Wir haben uns in unserer Region auch besonders um jene Schüler gekümmert, die schwer bis gar nicht erreichbar waren in dieser Zeit. Auch hier haben die Leiter und Pädagogen hervorragende Arbeit geleistet und durch zahlreiche Maßnahmen alle Kinder im Distance learning begleiten können.

Tips: Nachdem die Schüler wieder in die Schulen zurückgekehrt sind, wie sah dann der Unterricht aus? Welche Vorgaben hat es gegeben?

Michaela Lechner: Es wurde im Schichtbetrieb unterrichtet, das bedeutet, dass immer nur die Hälfte der Schüler einer Klasse in der Schule anwesend waren. Die andere Gruppe, die an dem Tag zu Hause war, bekam von den Pädagogen schriftliche und/oder mündliche Aufgaben. Natürlich war es zu jedem Zeitpunkt während des Lockdowns auch möglich, die Kinder in die Schule zu schicken. Diese wurden dann in einem eigenen Raum von einem Pädagogen betreut.

Tips: Am 7. September startet das neue Schuljahr: Was wird es hier, im Hinblick auf den Fahrplan vom Bildungsministerium, besonders zu beachten geben?

Panholzer: Aufgrund der sehr schwer vorhersehbaren Entwicklung war es nicht einfach, einen konkreten Fahrplan zu entwickeln. Das Bildungsministerium hat genaue Vorgaben und Richtlinien für die Schulen ausgearbeitet, wie in welcher Situation gehandelt werden muss. Dazu dient natürlich auch die von der Regierung angekündigte Corona Ampel, die für den Schulbetrieb entsprechend angepasst wurde.

Tips: Empfohlen wird so viele Unterrichtseinheiten wie möglich im Freien abzuhalten. Jetzt kommt allerdings die kühlere und kalte Jahreszeit: Wie soll sich das umsetzen lassen?

Hans Peter Palasser: Umsetzen lässt sich das wie immer mit Hausverstand. Wenn es schöne Herbsttage gibt, dann kann man das so gut es geht nutzen. Wenn es regnet, dann wird der Unterricht wohl besser in der Klasse stattfinden. Es eignen sich manche Fächer bzw. Lehrplaninhalte auch besser für den Unterricht im Freien, andere wiederum nicht. Aber das können die Pädagogen am jeweiligen Schulstandort sicherlich am besten einschätzen.

Tips: Wird es seitens der Bildungsregion Innviertel Empfehlungen oder Vorgaben für die Schulen der Bildungsregion geben? Wenn ja, welche sind das?

Panholzer: Wir als Schulaufsicht halten uns an die Vorgaben des Bildungsministeriums und unterstützen die Schulen bei der konkreten Umsetzung.

Tips: Könnte es im Falle eines Covid-Erkrankten Schülers oder Lehrers zu einer Schließung der gesamten Schule kommen oder wird der Schulbetrieb hier eher klassenweise heruntergefahren?

Panholzer: Hier gibt es einen sehr konkreten Fahrplan für die Schulen. Die Bildungsdirektion ist für die Organisation der Schule und des Unterrichts zuständig, nicht aber für die Schließung von Schulen im Zuge der Pandemiebekämpfung. Dies obliegt alleine der Gesundheitsbehörde des jeweiligen Bezirkes bzw. des Landes Oberösterreich.

Tips: Wäre ein zweiter Shutdown mit Homeschooling erneut möglich, ohne dass es zu „Bildungsverlusten“ bei den Schülern kommt?

Lechner: Wie sich die gesamte Situation weiterentwickelt ist schwer zu sagen. Die Schulen sind grundsätzlich für verschiedene Szenarien vorbereitet und erhalten von uns entsprechende Unterstützung. Bildungsverluste befürchten wir keine, denn Pädagogen haben bereits bewiesen, dass das Distance-Learning gut funktioniert.

Tips: Mit welchen Gefühlen sehen sie dem neuen Schuljahr entgegen?

Panholzer: Wir freuen uns auf ein spannendes, aber sicher auch herausforderndes Schuljahr und wünschen allen Leitern, Lehrern und Schülern einen guten Start.


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