„Eine Impfpflicht ist zutiefst abzulehnen“

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Die Impfbereitschaft in Österreich ist sehr hoch. Dennoch befürchten viele die baldige Einführung einer Impfpflicht.(Foto: Shutterstock)
Die Impfbereitschaft in Österreich ist sehr hoch. Dennoch befürchten viele die baldige Einführung einer Impfpflicht.(Foto: Shutterstock)
Omer Tarabic Omer Tarabic, Tips Redaktion, 28.07.2021 17:25 Uhr

BEZIRK. Steigende Coronafälle, 2G-Regel für die Nachtgastronomie - das Coronavirus lässt sich nicht in den Griff bekommen. Ein neuerlicher Lockdown ist laut Politikern aus dem Bezirk Schärding die letzte Lösung. Zudem warnen diese vor einer Impfpflicht

Europaweit steigen die Fälle jener, die mit dem Coronavirus infiziert wurden. Es ist zu befürchten, dass die Zahlen in den kommenden Wochen noch weiter in die Höhe schießen werden. Aufgrund der steigenden Coronazahlen wurden nun wieder Verschärfungen eingeführt. Von den neuen Regeln am meisten betroffen ist die ohnehin schon arg gebeutelte Nachtgastronomie.

2G-Regel

Denn hier gilt ab sofort die 2G-Regel. Das heißt: Zutritt nur geimpft oder mit aktuellem PCR-Test. Davon ausgenommen sind jedoch Zeltfeste und Konzerte. „Diese Maßnahmen sind für mich ein Schwachsinn. Gleichberechtigung sehe ich hier keine“ meint Schärdings Wirtesprecher Stefan Schneebauer. Weiters sollen in Zukunft alle neu eingestellten Pädagogen oder Personen in Gesundheitsberufen nur noch einen Job erhalten, wenn sie geimpft sind. Auch wird schon seit Längerem darüber spekuliert, dass ab Herbst die Coronatests kostenpflichtig werden könnten.

Hohe Durchimpfungsrate

Vor allem die 2G-Regel ist für viele ein Schlag gegen die Impffreiheit. So auch für Karl Walch von der SPÖ und Hermann Brück, FPÖ-Nationalratsabgeordneter. „Obwohl Bundeskanzler auf seiner New-York-Reise die Pandemie quasi für beendet erklärt hat, kommen wieder Verschärfungen, die vor allem junge Leute treffen, denn man darf nur noch mit PCR-Test oder geimpft in die Disco“, meint Walch.

De facto Impfpflicht

„Die türkis-grüne Regierung will offenbar nur noch jene Bürger am sozialen Leben teilnehmen lassen, die geimpft sind. Das ist de facto eine Impfpflicht und das ist zutiefst abzulehnen“, berichtet Brückl. Während die SPÖ und FPÖ vor einer Impfpflicht warnen, wollte ÖVP-Klubobmann August Wöginger auf Anfrage von Tips sich zu diesem Thema nicht äußern.

Weiters haben Experten bedenken, dass durch die vielen Urlaubsrückkehrer die Coronazahlen noch mehr in die Höhe schießen werden. Vor allem Reiserückkehrer aus den Ländern wie Bosnien, Kroatien oder Albanien, wo Corona eher eine Nebenerscheinung ist und die Corona-Maßnahmen nicht wirklich befolgt werden, sind davon betroffen. Sollte dies eintreffen, dann befürchten viele, dass es zu einem neuerlichen Lockdown kommen könnte. Für Walch und Brückl ein Szenario, an das sie nicht denken wollen.

Überbelastung der Intensivstationen

„Vorweg muss ich sagen, dass mittlerweile mehr als die Hälfte der Menschen in Österreich geimpft sind, viele haben bereits Antikörper und sind immun. Und auch wenn die Zahlen steigen könnten, muss dennoch immer an das grundsätzliche Ziel erinnert werden: keine Überlastung der Intensivstationen. Diese Gefahr hat in Österreich zu keinem Zeitpunkt, auch nicht zu “Hochzeiten„ der Pandemie, bestanden“, so Brückl.

Laut dem FP-Politiker würde ein neuerlicher Lockdown der Wirtschaft und der gesamten Gesellschaft den Todesstoß versetzen. „Nicht nur, dass viele Unternehmen und Arbeitsplätze vernichtet würden, auch müssen wir Bürger am Ende des Tages mit unseren Steuern dies alles bezahlen. Dazu darf es nicht kommen. Und ich hoffe, dass dies endlich auch die türkis-grüne Bundesregierung erkennt.“

SP-Politiker Walch hofft ebenfalls, dass es zu keinen neuerlichen Lockdown kommt. „Ich hoffe, dass es keinen neuerlichen Lockdown gibt. Das wird davon abhängen, welche Maßnahmen weiter bestehen bleiben, wie wir uns verhalten und von der Impfbereitschaft. Wenn wir jedoch so weitermachen wie in den letzten Wochen, fürchte ich, dass wir eher da stehen, wo wir vergangenes Jahr im Herbst waren“, so Karl Walch. 

 

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