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ENGELHARTSZELL. Die Gerüchte über einen geplanten Skilift in Stadl kursieren bereits seit Ende letzten Jahres. Entschieden ist allerdings noch nichts. Trotzdem heizt nun der Naturschutzbund mit einer Presseaussendung die Stimmung rund um den Skilift auf.

Große Teile des Waldes sind bereits abgeholzt worden. Sie sind dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen. Eine geplante Skianlage sorgt nun für Diskussionen. (Foto: Naturschutzbund OÖ)

„Kein Faschingsscherz – Skianlage in Stadl, Engelhartszell geplant“ lautet der Betreff der Presseaussendung des Naturschutzbundes Oberösterreich, in der es weiter heißt, „In Stadl, einem Ortsteil von Engelhartszell, ist die Errichtung einer Skianlage geplant. Auf etwa vier Hektar Wald und Grünland will ein privater Betreiber eine Schipiste mit Flutlichtanlage, einen Schilift, eine Beschneiungsanlage mit Kühltürmen, Pumpgebäuden und Schneelanzen inklusive Bewässerung mittels Speicherteich, Gebäude für touristische Nutzung und Parkplätze errichten. Der Naturschutzbund spricht sich vehement gegen dieses landschaftszerstörende und klimaschädliche Vorhaben aus. Ein Schigebiet in einer Höhenlage von 700 bis 830 Meter Seehöhe – noch dazu auf einem Südhang – in Zeiten der fortschreitenden Klimaerwärmung zu errichten, ist weder ökologisch tragbar noch ökonomisch nachvollziehbar.“

Warten auf Gutachten

Auf Anfrage von Tips erklärt Engelhartszells Bürgermeister, dass eine Entscheidung über die Errichtung der Anlage bei weitem noch nicht gefallen ist. Aber was ist denn nun bisher passiert? „Ein Einleitungsbeschluss über die Einholung von Stellungnahmen bei Amtssachverständigen bezüglich einer Flächenumwidmung erfolgte Ende letzten Jahres im Gemeinderat einstimmig“, erklärt Bürgermeister Pichler. Bei der nächsten Gemeinderatssitzung am 18. März sollen diese Stellungnahmen besprochen werden. „Ich habe bisher noch keine Stellungnahmen erhalten, gehe aber davon aus, dass ich diese gesammelt diese oder nächste Woche vom Land Oberösterreich zugeschickt bekomme“, so Pichler, der sich in den Stellungnahmen sowohl positive als auch negative Argumente erwartet. „Diese Argumente gilt es gegeneinander abzuwägen und anschließend wird im Gemeinderat über die Einleitung eines Flächenumwidmungsverfahrens abgestimmt“, erklärt Pichler. Aber selbst wenn es zu einer Flächenumwidmung kommen sollte, so heißt das laut Pichler noch lange nicht, dass auch das Projekt an sich von der Bezirkshauptmannschaft genehmigt wird.


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