Pufferquartier für geflüchtete Ukrainer in der Volksschule Engelhartszell eingerichtet
ENGELHARTSZELL. In der Ukraine herrscht seit rund zwei Wochen Krieg. Viele Menschen sind auf der Flucht, die täglich auch in Österreich ankommen. Wichtig ist, dass diese Menschen ein Dach über dem Kopf haben und versorgt werden. In Engelhartszell wurde innerhalb kürzester Zeit vom Roten Kreuz und der Gemeinde ein Pufferquartier im Turnsaal der Volksschule für 100 Flüchtlinge eingerichtet.

Am 10. Dezember um 16.20 Uhr erhielt das Rote Kreuz im Bezirk Schärding den Auftrag, ein Pufferquartier einzurichten. Rund vier Stunden später war dieses Quartier im Turnsaal der Volksschule Engelhartszell soweit installiert, dass erste Flüchtlinge betreut werden hätten können. „Das Rote Kreuz ist gut darin, situativ auf solche Notsituationen zu reagieren“, erklärt Bezirksrettungskommandant Josef Hamedinger, der gemeinsam mit Rot-Kreuz-Bezirksgeschäftsleiter Florian Kurz verantwortlich für die Errichtung des Pufferquartieres ist. 25 geschulte ehrenamtliche Mitarbeiter der Schnelleinsatzgruppe des Roten Kreuzes, sowie Helfer der Gemeinde und der Feuerwehr Engelhartszell haben gemeinsam hervorragende Arbeit geleistet, um in so kurzer Zeit ein Pufferquartier für die Flüchtlinge zu errichten.
Registrierung und Corona-Test
Die Zuweisung der Flüchtlinge in das Pufferquartier erfolgt durch die Bundesagentur für Betreuung und Unterkunft. Die ersten Flüchtlinge sind am Samstag in Engelhartszell angekommen. „Sobald die ersten ankommen, werden sie von uns freundlich begrüßt. Anschließend müssen sie zur Registrierung ein Datenblatt ausfüllen. Für sprachliche Barrieren haben wir eine Liste mit Dolmetschern, die wir hinzuziehen können und die uns unterstützen“, erklärte Hamedinger im Gespräch mit Tips-Redakteurin Elena Auinger beim Lokalaugenschein am Freitag. Nach der Registrierung muss jeder Flüchtling noch einen Covid-Schnelltest machen.
Verpflegung und ärztliche Versorgung
Die Verpflegung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Alten- und Pflegeheim Esternberg. Ein Hygienepaket wird für die Flüchtlinge auf ihrem Notbett bereitgestellt. Immer im Pufferquartier anwesend sind Rot-Kreuz-Sanitäter, die, falls notwendig, die Erstversorgung von Kranken oder Verletzten durchführen. „Ansonsten können wir jederzeit auch auf die normalen Strukturen wie Notarzt und praktischem Arzt zurückgreifen. Auch der pensionierte Gemeindearzt von Engelhartszell, Erwin Kaltseis, hat uns seine Unterstützung zugesagt“, erklärt der Bezirksrettungskommandant.Die Flüchtlinge werden voraussichtlich etwa ein bis zwei Tage im Pufferquartier in Engelhartszell verbringen, bis sie von der Bundesagentur für Betreuung und Unterkunft in ein dauerhaftes Quartier weiterverwiesen werden.
So kommen Menschen auf der Flucht beim Roten Kreuz unter
Um eine koordinierte Verteilung der Menschen auf der Flucht in ganz Österreich sicherzustellen, werden die Zuteilungen von der Bundesagentur für Betreuung und Unterkunft (BBU) vorgenommen. Brauchen Menschen Hilfe, so können sie sich jederzeit bei der BBU-Hotline +43-1-2676/8709460 melden. Bittet ein Mensch auf der Flucht um Hilfe, bittet das Rote Kreuz darum, keine Transporte oder Vermittlungen nach Engelhartszell zu organisieren, sondern immer die BBU-Hotline zu kontaktieren.
Wie kann man helfen
Aktuell werden Personen gesucht, die über gute Russisch- und Ukrainischkenntnisse verfügen. Die Übersetzer sollen helfen, mit den ankommenden Menschen Kontakt aufzunehmen und zu kommunizieren. „Sprechen Sie Russisch und/oder Ukrainisch und würden gerne ehrenamtlich helfen, dann melden Sie sich bitte beim Team Österreich an und geben Sie die Sprachkenntnis bei der Anmeldung unbedingt an: https://www.teamoesterreich.at. Das Rote Kreuz meldet sich dann, sobald Bedarf besteht“, erklären die Verantwortlichen.
Spendenmöglichkeit
Das Rote Kreuz kann im Bezirk Schärding aktuell keine Sachspenden annehmen. Im Moment sind Geldspenden die wirksamste Art zu helfen (siehe Infobox).<


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