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BEZIRK. Das Brot wird teurer. Aufgrund der erhöhten Rohstoff- und Energiekosten müssen die Bäcker die Preissteigerungen an die Kunden weitergeben.

Die steigenden Rohstoff- und Energiepreise führen dazu, dass das Brot teurer wird. (Foto: Erwin Wodicka )

Die Preissteigerungen machen auch vor dem wichtigsten Grundnahrungsmittel, dem Brot, nicht Halt. Dass die Bäcker ihre Preise erhöhen mussten, ist keine Sensation, denn unter anderem hat sich der Mehlpreis zum Beispiel um mehr als 40 Prozent erhöht, der Preis für Butter und pflanzliche Öle/Fette sogar um 50 Prozent.

Bäckerei Buchegger

Ein Ende der Anpassungen ist nicht in Sicht. Viele Lieferanten haben bereits die nächste Preissteigerung für November/Dezember angekündigt. Aufgrund dieser Tatsachen sind auch die Bäcker gezwungen, ihre Verkaufspreise anzupassen. „Die meisten Kunden haben dafür Verständnis, da sie wissen, dass die Preise überall steigen“, informiert Andreas Buchegger, Geschäftsführer der Bäckerei Buchegger aus Andorf.

Pramtal Bäcker

Die Preise erhöhen mussten auch die Pramtal Bäcker, die mehrere Filialen im Inn- und Hausruckviertel betreiben. „Wir haben keine andere Wahl. Egal, ob Mehl, Zucker oder Mohn, wir werden überall mit höheren Rohstoffpreisen konfrontiert. Wir sind gezwungen, unsere Preise zu erhöhen“, informiert Wolfgang Strasser von der Pramtal Bäckerei.

Energiekosten

Zu den erhöhten Rohstoffpreisen kommen nun auch extreme Mehrkosten auf dem Energiesektor hinzu. „Strom und Heizöl für unsere Backöfen haben sich verdreifacht. Die Spritpreise für unsere Gai- und Lieferautos haben sich verdoppelt“, informiert Andreas Buchegger.

Photovoltaik-Anlage hilft Energiekosten zu sparen

Vorausschauend hat der Unternehmer zwar letztes Jahr in eine 40kWP Photovoltaik-Anlage, in zwei Elektro-Gaiautos und zusätzliche Energiesparmaßnahmen (u.a. Erneuerung der Kühlanlagen) investiert, dennoch stellen die Energiekosten auch ihn vor große Hürden. „Hierfür wurde unsere Bäckerei sogar vom Bundesministerium für Klimaschutz/Umwelt und der EU für Prozessoptimierung und Wärmerückgewinnung ausgezeichnet. Dennoch sind die Kostensteigerungen für unsere energieintensive Branche eine sehr große Herausforderung“, meint Buchegger. Die Pramtal Bäcker versuchen, soweit es geht, Energie zu sparen. „Unsere tägliche Lieferroute ist so geplant, dass wir keine unnötigen Kilometer fahren müssen“, berichtet Strasser.

Billigbrötchen

Zu den Preissteigerungen sehen sich die Bäcker auch mit Billigbrötchen aus Supermärkten oder Backboxen konfrontiert. Gerade in Zeiten, in denen alle sparen müssen, könnte es auch passieren, dass der Konsument sein Brot im Supermarkt anstatt beim Bäcker kauft. „Dies kann ich nicht ausschließen“, sagt Strasser.

Diskonter und Supermärkte sind laut Buchegger für Handwerksbäcker zwar Mitbewerber, aber keine direkte Konkurrenz. „Unsere Kunden kaufen ihr Brot und Gebäck bewusst beim Bäcker und nicht beim Diskonter. Trotz steigender Kosten setzen wir weiterhin auf Handarbeit und höchste Qualität. Das schätzen die Kunden sehr und sind daher nach wie vor auch bereit, ein bisschen mehr Geld für hochwertige Backwaren und Mehlspeisen aus besten regionalen Rohstoffen auszugeben“, so der Unternehmer aus Andorf.

Keine Verschwendung

Bei den Energie- und Rohstoffpreisen könnten die Bäcker kaum Geld einsparen. Eine Möglichkeit, die Kosten zu senken, ist laut Wolfgang Strasser, kaum Wegwerfware zu produzieren. „Wir versuchen, so wenig Gebäck wie möglich wegzuschmeißen. Deswegen schauen wir bei den Bestellungen immer genau darauf, nur das zu produzieren, was auch benötigt wird.“


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