Mit dem Oldtimer Traktor den Glockner bezwungen
ESTERNBERG. 475 Traktoren folgten mit ihren stolzen Besitzern auch heuer wieder dem Ruf zur traditionellen Glockner-Weltmeisterschaft für Oldtimer Traktoren. Aus allen Teilen Europas rollten die Traktoren in das Salzburger Glocknergebiet, um ihr Oldtimerfest zu feiern. Manche von ihnen sind nicht zum ersten Mal mit dabei – manche kommen mehrmals zu diesem Bergspektakel. Unter den beinahe 500 Startern waren diesmal auch zwei Esternberger – Gerald und Herbert Dullinger.

Die zwei Esternberger lieben und pflegen das ganze Jahr über ihre Oldtimer zu Hause, zu besonderen Anlässen gibt es dann meist festliche Ausfahrten. Auf der weiten Reise bis zum Quartier in Fusch begleiteten diesmal die beiden Besitzer auch der zehnjährige Sohn Daniel, Anita, Ingrid, Doris und Gerhard. Leider spielte an diesen Tagen heuer der Wettergott nicht mit. Die herrliche Bergwelt war mit Wolken verhangen, es regnete, es schneite, es war kalt. Die Veranstalter waren gezwungen, das Rahmenprogramm dieser 20. Jubiläumsveranstaltung zu verkleinern. Die sonst übliche 15 Kilometer lange Strecke mit den 92 Kurven und den 15 Kehren konnte nicht bis zum Ziel am Fuscher Törl geführt werden. Mit ihrem Schigewand und Regenschutz kämpften sich die beiden Esternberger – Vater, Sohn, Enkelkind und familiäre Begleitung - tapfer den Berg hinauf. Sie froren, zitterten, hatten aber immer das Erreichen des Zieles vor Augen.
Tolle Platzierungen
Für ihren großen Einsatz wurden sie auch belohnt. Gerald war der Bestplazierte in der Dullinger Familie – mit seinem Steyr 28 erreichte er unter 209 Startern den dritten Rang. In der Gesamtwertung bedeutete dies bei 475 Startern den sensationellen fünften Rang. Auch Vater Herbert war mit seinem Abschneiden zufrieden – der Papa erreichte mit seinem Ferguson 35x, Baujahr 1960, den 53. Rang.Für die beiden Esternberger Traktorliebhaber war dies trotz der Wettermisere das Highlight des Jahres. Gerhard will den Glockner sicher noch einmal befahren – dieses Erlebnis ist unvergesslich wie auch das Drumherum an diesen Tagen. Man lernt Freunde aus verschiedenen Ländern kennen und ist von der Geselligkeit mit den Gleichgesinnten begeistert. Ob Land Bulldogs, Hanomag, Fendt oder Steyr – die Besitzer dieser vielbestaunten und kraftstrotzenden Maschinen wurden in diesen Tagen am höchsten Berg Österreichs zu tiefen Freunden.


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