Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Feuerwehr im Bezirk Schärding: Starke Gemeinschaft mit wachsenden Herausforderungen 

Theresa Senzenberger, 03.05.2026 15:00

BEZIRK SCHÄRDING. Mit insgesamt 8.019 Mitgliedern in 66 Feuerwehren ist der Bezirk Schärding breit aufgestellt. Während die Gemeinschaft stark ist, wachsen die Herausforderungen, wie Bezirksfeuerwehrkommandant Johannes Veroner anlässlich des Tages der Feuerwehr am 4. Mai erklärt. Ein Höhepunkt in diesem Jahr ist der Landesfeuerwehrleistungsbewerb in Andorf. 

Sowohl Jungflorianis als auch Feuerwehrmitglieder bilden sich laufend fort. (Foto: BFKDO Schärding)
  1 / 2   Sowohl Jungflorianis als auch Feuerwehrmitglieder bilden sich laufend fort. (Foto: BFKDO Schärding)

„Besonders prägend für die Feuerwehren im Bezirk ist die hohe Einsatzbereitschaft der freiwilligen Mitglieder sowie der starke Zusammenhalt innerhalb der Feuerwehren und über Gemeindegrenzen hinweg“, sagt Veroner.

Kontinuierlich werde im Bezirk in die Zukunft investiert. Im Fokus stehen das Modernisieren der Ausrüstung, das Digitalisieren von Abläufen und das Weiterentwickeln der Ausbildungssysteme. 

Katastrophenschutz

Vor allem im Bereich Katastrophenschutz wurden Strukturen weiter gestärkt, damit die Einsatzkräfte auf großflächige Schadensereignisse noch effizienter reagieren können. Generell seien die Feuerwehren im Bezirk durch regelmäßige Übungen und gezielte Investitionen gut auf Extremwetterereignisse vorbereitet.

„Der Katastrophenschutz hat einen hohen Stellenwert und die Zusammenarbeit mit anderen Einsatzorganisationen wird laufend intensiviert.“

Anforderungen steigen

Die Anforderungen an die Feuerwehren steigen jedoch stetig, die Einsätze werden komplexer. Auch das Sicherstellen der Einsatzbereitschaft – insbesondere während des Tages – sei ein wichtiges Thema. „In Zukunft werden vor allem der Klimawandel, technologische Entwicklungen und die Gewinnung neuer Mitglieder zentrale Herausforderungen darstellen.“

Zunehmende Trockenheit

Ein deutlich spürbares Thema sei die zunehmende Trockenheit. Die Gefahr von Vegetations- und Waldbränden wächst, was auch neue Anforderungen an Ausbildung, Einsatzplanung und Ausrüstung mit sich bringt. Um darauf vorbereitet zu sein, wurde im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Österreichischen Bundesheer, dem Flugplatz Suben und weiteren Organisationen eine großangelegte Waldbrandübung durchgeführt.

Viele technische Hilfeleistungen

Den Großteil der Einsätze machen laut Veroner technische Hilfeleistungen aus – etwa nach Unwettern, bei Verkehrsunfällen oder bei Sicherungsarbeiten. Zugleich sei in den vergangenen Jahren eine Zunahme wetterbedingter Einsätze zu beobachten, während auch Brandeinsätze leicht ansteigen.

Die Bedeutung der Feuerwehren für die Gesellschaft bleibt jedenfalls ungebrochen: „Sie stehen rund um die Uhr bereit, um Menschen zu helfen, Leben zu retten und Sachwerte zu schützen.“ Gerade im ländlichen Raum leisten sie laut dem Bezirksfeuerwehrkommandanten zudem einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Blick in die Zukunft

Ein Blick in die Zukunft zeigt: Die Feuerwehr wird zunehmend von moderner Technik, Digitalisierung und Spezialisierung geprägt sein. Dennoch soll der Mensch im Mittelpunkt bleiben. „Entscheidend wird sein, weiterhin genügend engagierte Mitglieder zu gewinnen und zu halten. Wünschenswert ist eine nachhaltige Unterstützung durch Politik und Gesellschaft, um die Leistungsfähigkeit langfristig sicherzustellen.“

Zivilcourage gefragt

Ein weiterer Wunsch betrifft die Stärkung der Zivilcourage: „Wegen eines kleinen Astes auf der Straße kann man selbst auch stehen bleiben, aussteigen und diesen zur Seite ziehen und muss nicht unbedingt den Notruf wählen.“

Erfolgreicher Nachwuchs

Die Jugendarbeit spielt bei der Feuerwehr eine zentrale Rolle – und das mit Erfolg: In 65 Jugendgruppen engagieren sich 1.054 junge Mitglieder, darunter 388 Mädchen. „Zahlreiche Jugendliche nehmen an Bewerben und Ausbildungsprogrammen teil und erzielen dabei regelmäßig hervorragende Leistungen. Das große Engagement in der Jugendarbeit sichert langfristig den Nachwuchs.“

Ein besonderer Höhepunkt war die Abnahme des Feuerwehrjugendleistungsabzeichens in Gold. 93 Teilnehmer aus dem Bezirk traten zum Bewerb an, sechs von ihnen erreichten sogar die volle Punktezahl. 

Landesbewerb in Andorf

Heuer steht noch ein besonderes Ereignis bevor: Am 10. und 11. Juli finden in Andorf der Oberösterreichische Landesfeuerwehrleistungsbewerb sowie der Landesfeuerwehrjugendleistun-gsbewerb statt.

„Die fünf Andorfer Feuerwehren – unterstützt von weiteren Feuerwehren aus dem ganzen Bezirk, befreundeten Einsatzorganisationen und privaten Helfern – sind ein Garant für ein tolles Event.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden