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BEZIRK SCHÄRDING. Wenn am Samstag, 3. Oktober, in ganz Österreich die Sirenen heulen, soll das nicht nur ein Test für die Warnsysteme sein. Der Oberösterreichische Zivilschutz ruft Familien heuer erstmals dazu auf, den Zivilschutztag für einen gemeinsamen Sicherheitscheck zu nutzen. Schärdings Zivilschutz-Bezirksleiter Gerhard Gierlinger gibt dazu Tipps.

Gerhard Gierlinger, der Schärdinger Zivilschutz-Bezirksleiter Schärding, empfiehlt, den Zivilschutztag am 3. Oktober mit der ganzen Familie spielerisch zu gestalten. (Foto: OÖ Zivilschutz)

„Zivilschutz beginnt bereits bei den Kleinen. Die Kenntnis der Notrufnummern, der Sirenensignale, das richtige Verhalten in Notsituationen – man kann nicht früh genug damit anfangen. Sicherheit ist generationenübergreifend“, sagt Gierlinger.

Unter dem Motto „Familienmission Zivilschutztag“ sollen Eltern und Kinder daher heuer gemeinsam überprüfen, wie gut der eigene Haushalt auf einen Notfall vorbereitet ist. Dazu gehören etwa Lebensmittel- und Getränkevorräte, Rauchmelder, Feuerlöscher, Notfallradio und Notbeleuchtung, Hausapotheke oder ein Evakuierungsrucksack.

Sicherheit spielerisch lernen

Damit Vorsorge nicht zur trockenen Pflichtübung wird, können viele Punkte gemeinsam mit Kindern spielerisch erledigt werden. Möglich sind laut dem Zivilschutz-Bezirksleiter etwa ein Quiz zu den Notrufnummern 122, 133, 144 und 112, das Erkennen der verschiedenen Sirenensignale oder einfache Erste-Hilfe-Übungen am Teddybären.

Auch beim Packen eines Notfallrucksacks, beim Zeichnen eines Fluchtplans oder beim Kontrollieren der Vorräte können Kinder eingebunden werden. Selbst eine kurze Stromausfall-Probe kann zeigen, wo Taschenlampe, Notfallradio und Notbeleuchtung zu finden sind. „So wird aus dem Sicherheitscheck ein kleines Familienabenteuer.“

Besondere Bedeutung hat auch der Familien-Notfallplan. Darin soll unter anderem festgelegt werden, wo sich Angehörige im Ernstfall treffen. Eine Broschüre informiert zusätzlich über Evakuierung, notwendige Ausrüstung und die Vorsorge für Haustiere. Sie kann kostenlos beim OÖ Zivilschutz unter 0732 652436 oder über zivilschutz-shop.at bestellt werden.

Sirenenalarm

Der bundesweite Probealarm soll die Bevölkerung außerdem mit den Zivilschutzsignalen vertraut machen. Nach einer 15-sekündigen Sirenenprobe folgt die dreiminütige „Warnung“ mit gleichbleibendem Dauerton. Er soll die Bevölkerung vor herannahenden Gefahren warnen.

Ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton bedeutet „Alarm“, die Gefahr steht unmittelbar bevor. Ein einminütiger Dauerton signalisiert schließlich die „Entwarnung“.

Bei allen drei Signalen gilt: Radio einschalten und die Informationen sowie Verhaltensanweisungen der Behörden beachten. Auch nach der Entwarnung sollten die Durchsagen im Radio weiterverfolgt werden.

Warnmeldungen

Der Zivilschutztag findet jedes Jahr am ersten Samstag im Oktober statt. Wie bereits im Vorjahr werden beim Probealarm auch AT-Alert-Warnmeldungen an empfangsbereite Mobiltelefone gesendet. Zusätzlich bietet das Zivilschutz-SMS Gemeinden die Möglichkeit, Bürger im Katastrophenfall direkt mit regionalen Informationen zu versorgen. Die Anmeldung ist kostenlos unter zivilschutz-ooe.at möglich.

Die Checkliste zum Zivilschutztag

Am Tag des Probealarms lohnt sich ein Rundgang durch die Wohnung, den Keller und die Garage. Folgendes sollte laut dem Zivilschutz überprüft werden:

  • Lebensmittel- und Getränkevorrat (Menge, Ablaufdatum)
  • Feuerlöscher (Überprüfungstermin)
  • Rauchmelder und Kohlenmonoxid-Warner (Funktionstest, Prüfknopf)
  • Notfallradio und Notbeleuchtung (Funktionstest)
  • Elektro-FI-Schutzschalter im Sicherungskasten (Funktionstest, Prüfknopf)
  • Notkochstelle (Funktionstest)
  • Hausapotheke und Kaliumjodidtabletten (Vollständigkeit, Ablaufdatum)
  • Evakuierungsrucksack mit Dokumentenmappe (Vollständigkeit)
  • Auto: Verbandszeug, Feuerlöscher, Warndreieck, Warnweste, Lifehammer (Zustand, Vollständigkeit, Ablaufdatum)
  • Familien-Notfallplan (gemeinsam mit allen Angehörigen besprechen)

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