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Mitarbeiter des Klinikum Schärding wollen unter anderem eine gerechte Entlohnung. (Foto: Tarabic)
Mitarbeiter des Klinikum Schärding wollen unter anderem eine gerechte Entlohnung. (Foto: Tarabic)

SCHÄRDING. Heute, Donnerstag, den 24. Februar um 12.05 Uhr (wurde durch das Gesundheitspersonal österreichweit ein weiteres sichtbares Zeichen gesetzt, indem es sich zu erneuten Protesten vor Spitälern und Gesundheitseinrichtungen versammelt hatte. Auch am Klinikum Schärding beteiligten sich Mitarbeiter an dieser Aktion. Aufgerufen dazu hatte die „Offensive Gesundheit“, ein Zusammenschluss der Arbeiter- und Ärztekammer sowie der Gewerkschaften im Gesundheits- und Langzeitpflegebereich.

Die „Offensive Gesundheit“ startet damit auch die parlamentarische Bürgerinitiative „Achtung Gesundheit! Es ist 5 nach 12!“, die gute Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheits- und Langzeitpflegebereich einfordert. „Es reicht!“, verkündete der Betriebsratsvorsitzende Franz Hamedinger lautstark der Belegschaft des Klinikums Schärding, welche sich zur Kundgebung eingefunden hatte. „Heute setzen wir den nächsten Schritt und zeigen mit der Bürgerinitiative auf, wie hoch die Anzahl jener ist, die die Forderungen des Gesundheitspersonals in Österreich unterstützen.“

 Unterschrift

Ab sofort kann jede interessierte Person durch seine Unterschrift die parlamentarische Bürgerinitiative unterstützen, indem sie auf der Website www.offensivegesundheit.at das entsprechende Formular herunterlädt und danach unterschrieben postalisch retourniert. In einem zweiten Schritt, sobald die Bürgerinitiative mit diesen ersten Unterstützungen beim Parlament eingereicht wurde, wird die Unterschrift digital möglich sein. „Uns ist wichtig, dass alle Unterstützerinnen und Unterstützer schnell und unkompliziert die Möglichkeit haben, für diese wichtige Initiative zu unterschreiben. In der ersten Phase können daher jene unterzeichnen, die lieber analog unterstützen wollen, das betrifft vor allem die vielen Beschäftigten im Gesundheits- und Langzeitpflegebereich, die uns ihre Unterschriften gesammelt über die Gewerkschaften zukommen lassen“, so die „Offensive Gesundheit“

Maßnahmen beschließen

Inhaltlich wird im Rahmen der Bürgerinitiative der Nationalrat ersucht, umgehend Maßnahmen zu beschließen, um die akute Krise im Gesundheitswesen und der Langzeitpflege endlich zu beenden. „Es ist 5 nach 12. Leere Betten in Krankenhäusern und Pflegeheimen sowie überlange Wartezeiten auf Leistungen mobiler Pflege und Betreuung zeigen die Versorgungskrise aufgrund der akuten Personalnot auf“, erklärt die „Offensive Gesundheit“. Da die ausreichende Versorgung der Bevölkerung unter den gegenwärtigen Umständen nicht mehr gewährleistet werden kann, fordert man im Rahmen der Bürgerinitiative folgende Punkte:

   - Umgehend mehr finanzielle Mittel für das Gesundheitswesen und den Ausbau der Langzeitpflege, um die dringendst notwendigen Reformen, unter Einbeziehung der relevanten Stakeholder, rasch umsetzen zu können

   - Umgehende Besetzung vakanter Stellen im Gesundheits- und Langzeitpflegebereich sowie eine zusätzliche Aufstockung des Personals

   - Schaffung von mehr Ausbildungsplätzen für alle Berufsgruppen, die im Gesundheitswesen und in der Langzeitpflege benötigt werden

   - Umgehende Verbesserung der Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten

   - Etablierung einer österreichweiten evidenzbasierten Personalbedarfsberechnung sowie verbindliche Kriterien für die Personaleinsatzplanung als Sofortmaßnahme (Stichwort: keine Nachtdienste allein!)

   - Existenzsichernde finanzielle Entschädigung aller Auszubildenden sowie Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger in den Gesundheits-, Betreuungs- und Sozialberufen

   - Anerkennung von berufsbedingter Arbeit an kranken, beeinträchtigten und pflegebedürftigen Menschen als Schwerarbeit sowie Einführung eines Überbrückungsmodells für Menschen, die aufgrund permanenter Belastungen insbesondere durch Nachtarbeit ein Regelpensionsalter von 65 Jahren schwer erreichen können

   - Flächendeckende Umsetzung der Nachtschwerarbeitsstunden im Krankenhaus sowie in stationären Pflege- und Betreuungseinrichtungen

 Mitarbeiter benötigt

„Auch wir im Klinikum Schärding benötigen dringend Ärzte, Hebammen und Pflegepersonal um den Spitalsbetrieb aufrecht zu erhalten. Viele Dienstposten können aktuell nicht besetzt werden! Darum unterstützen wir die Bürgerinitiative und richten den Appell an die Bevölkerung im Bezirk Schärding, diese Bürgerinitiative zu unterschreiben“, so Franz Hamedinger, Betriebsratsvorsitzender vom Klinikum Schärding


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