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SCHÄRDING. Bürgermeister Franz Angerer (ÖVP) gegen VIzebürgermeister Günter Streicher (SPÖ) duellieren sich um das Amt als Schärdings Stadtchef.

Herausforderer Günter Streicher (SPÖ) (Foto: SPÖ)
  1 / 2   Herausforderer Günter Streicher (SPÖ) (Foto: SPÖ)

Tips: Herr Angerer, Herr Streicher, wie zufrieden waren Sie mit Ihrem Ergebnis beim ersten Wahldurchgang? (Zur Info: Angerer 44,16 Prozent - Streicher 34,39 Prozent)

Angerer: Bei vier Kandidaten, die sich um das Bürgermeisteramt bewerben, ist es sehr wahrscheinlich, dass es zu einer Stichwahl kommt. So ist es dann auch gekommen. Bei dieser Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl am vergangenen Sonntag hat das Team Angerer – ÖVP mit großem Vorsprung gewonnen. Bei der Gemeinderatswahl sind wir Erster mit drei Mandaten Vorsprung und bei der Bürgermeisterwahl haben wir zehn Prozent Vorsprung. Damit sind wir hochzufrieden.

Streicher: Es war ein guter Tag für mich und meine SPÖ in Schärding. Unser Engagement ist honoriert worden. Vielen Dank an alle, die mir bereits in diesem Wahlgang das Vertrauen geschenkt haben. Dass es bei vier Bürgermeisterkandidaten zu einer Stichwahl kommt, war zu erwarten. Ebenso haben wir uns sehr über das Ergebnis meines SPÖ-Teams bei den Gemeinderatswahlen gefreut. Da gab es auch Grund zu feiern. Bei erstmals fünf antretenden Parteien konnten wir unsere zehn Mandate im Gemeinderat halten und im Stadtrat einen dritten Sitz dazugewinnen. Da steht es nun drei ÖVP, drei SPÖ und ein FPÖ.

Tips: Wie groß schätzen Sie Ihre Chancen auf einen Sieg bei der morgigen Stichwahl ein?

Angerer: Bei der jetzt anstehenden Stichwahl geht es um die Frage: Wem traut man zu, diese Stadt in dieser herausfordernden Zeit zu führen? Und die Entscheidung darüber treffen einzig und allein die Schärdinger Bürger. Ich habe bei den letzten sechs Bürgermeister-Wahlen immer die meisten Stimmen auf mich vereinen können, dafür bin ich sehr dankbar. Deshalb glaube ich, dass ich auch bei der kommenden Wahl durchaus gute Chancen habe, wieder gewählt zu werden, denn Schärding braucht einen Macher. Nicht sollte, hätte, könnte, würde, sondern machen!

Streicher: Ich bin sehr optimistisch und sehe der Stichwahl positiv entgegen. Mehr als ein Drittel der Bürger haben mir schon ihre Stimme gegeben und die Differenz zu Bürgermeister Angerer ist aufholbar.

Tips: Warum sollten jene, die Sie im ersten Wahldurchgang nicht gewählt haben, Ihnen bei der Stichwahl eine Stimme geben?

Angerer: Weil ich über 18 Jahre Erfahrung und Know-how in diesem Amt habe, weil ich ein hervorragendes Team hinter mir habe. Leute mit langjähriger Erfahrung, aber auch jugendliche Newcomer, weil ich beste Kontakte zu Land und Bund habe und daher auch am meisten für Schärding erreichen kann, und weil ich schon gezeigt habe, dass ich ein Bürgermeister für alle Schärdinger bin und mit mir auch jene gut leben können, die mich bei der ersten Wahl nicht gewählt haben.

Streicher: Ich verspreche ein Bürgermeister für alle zu sein, über die Parteigrenzen hinaus! Gemeinsam mit meinem Team werde ich noch mit vielen Gesprächen und Aktivitäten auf die Menschen zugehen, um sie für einen Wechsel und Neustart in Schärding zu gewinnen.

Tips: Wenn Sie Bürgermeister werden: Welche Projekte würden Sie rasch vorantreiben?

Angerer: Unter anderem leistbares Wohnen, Fertigstellung der Hochwasserschutzmaßnahmen, Sicherung unseres Wassers durch eine zweite Transportleitung, Sicherheit für Schärding durch beste Ausrüstung unserer Feuerwehr, Sauberkeit in allen Stadtteilen, erfolgreiche Ausrichtung der Landesgartenschau 2025, regionale Wirtschaft stärken und dadurch Arbeitsplätze erhalten.

Streicher: Die Zukunft gehört der Jugend! Angebote schaffen für die jungen Menschen, um sie in Schärding zu behalten oder sogar zurückholen zu können und Lebensqualität für die älteren Mitbürger stehen für mich im Mittelpunkt. Denn wenn es den jungen Menschen gut geht, fühlen sich auch die älteren wohl und wir können alle gemeinsam in unserem schönen Schärding leben! Ausbau des Radwegenetzes, Sanierung der Bezirkssporthalle, Förderung von erneuerbaren Energien, Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen, Schaffung von leistbarem Wohnraum.

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