Würmer ziehen in Schärdinger Bankfiliale ein
SCHÄRDING. Auf eine kreative und effektive Idee setzt die Sparkasse Schärding, um den anfallenden Biomüll im Büro zu reduzieren: 2.000 Kompostwürmer helfen künftig mit, CO₂ einzusparen.

2.000 Kompostwürmer haben in der Sparkasse-Filiale in Schärding einen neuen Job angetreten: Aus Biomüll werden sie künftig wertvollen Kompost produzieren und damit bis zu 700 Kilogramm CO₂ pro Jahr einsparen helfen. Fünf Sammelstationen werden auf die Filiale verteilt aufgestellt. Rein darf, was Biomüll ist: rohe, kleingeschnittene und feuchte Obst- und Gemüsereste, Blätter, Eierschalen, Pflanzenreste. Auch Zeitungspapier und Karton spielen eine wichtige Rolle und sollten 20 Prozent der Futtermenge ausmachen, mit denen die Würmer künftig bei Laune gehalten werden.
Wormbag im Keller
Gesammelt wird der Müll im Keller, in einem sogenannten „Wormbag“. Dort entsteht über mehrere Wochen hinweg unter der Beobachtung zweier geschulter Mitarbeiter die Umwandlung in wertvollen Kompost. Jährlich entstehen auf diesem Weg rund 150 Kilogramm feinster Wurmhumus, ein Endprodukt, das sich die Mitarbeiter für die eigene Gartenpflege mit nach Hause nehmen können. Martin Doblinger, Regionaldirektor Privatkunden Bezirk Schärding, entdeckte die Vorteile dieser besonderen Form des Abfallrecyclings bereits als privater Nutzer. Bei einem Beratungsgespräch mit David Witzeneder, dem Gründer von wurmkiste.at, entstand die Idee, dieses System auch für die Filiale anzukaufen. Immer mehr Unternehmen entdecken diese besondere Form der Mülleinsparung als Nachhaltigkeit zum „Angreifen“: „Engagiert für eine lebenswerte Zukunft soll bei uns mehr als ein Slogan sein. Wir wollen gemeinsam dafür sorgen, dass wir als Bank nachhaltiger werden und gehen mit gutem Beispiel voran. Das meiste lässt sich dadurch bewirken, dass man Lebensgewohnheiten ändert und so zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft beiträgt“, erklärt Doblinger.


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