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BEZIRK SCHÄRDING. Laut aktuellem Frauenmonitor der Arbeiterkammer verdienen Frauen durchschnittlich um fast 38 Prozent weniger. Hauptursachen seien Teilzeitarbeit und unzureichende Betreuungsangebote. Doch auch bei Vollzeitjobs bleibe die Lücke erheblich.

Andrea Heimberger und Andreas Stangl (Foto: David Ruis)
Andrea Heimberger und Andreas Stangl (Foto: David Ruis)

Frauen im Bezirk Schärding stehen vor einer erheblichen Einkommenskluft: Im ersten Halbjahr 2024 hatten Arbeiterinnen und weibliche Angestellte laut AK-Frauenmonitor ein mittleres Einkommen von 2.115 Euro brutto im Monat – fast 38 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Selbst bei ganzjähriger Vollzeitbeschäftigung beträgt der Unterschied immer noch knapp 22 Prozent. Ein wesentlicher Faktor ist die hohe Teilzeitquote: Nur knapp 40 Prozent der unselbstständig beschäftigten Frauen im Bezirk haben eine Vollzeitstelle. Sechs von zehn Frauen arbeiten in Teilzeit, oft bedingt durch unzureichende Betreuungsangebote für Kinder. Arbeiterinnen im Bezirk verdienen im Median 1.875 Euro brutto monatlich, Angestellte 2.329 Euro.

Equal Pay Day im Oktober

Der Equal Pay Day im Bezirk fiel 2024 auf den 13. Oktober. Ab diesem Tag arbeiten vollzeitbeschäftigte Frauen im Vergleich zu Männern rechnerisch „gratis“. Damit liegt der Bezirk Schärding unter dem ohnehin ungünstigen Landesdurchschnitt von Oberösterreich, das im bundesweiten Vergleich nur Vorarlberg hinter sich lässt.

„Teilzeit ist ein zentraler Faktor für die Einkommenslücke, aber auch bei gleicher Ausbildung sind Frauen oft benachteiligt“, erklärt AK-Präsident Andreas Stangl: „Wir fordern den Ausbau von Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen, gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit und Maßnahmen für Pensionsgerechtigkeit, damit Benachteiligungen in der Arbeitswelt nicht vollständig in die Pension übertragen.“


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