Flugrettung in Suben startet im September in den Nachtbetrieb
SUBEN/OÖ. Die ÖAMTC-Flugrettung am Standort Suben soll ab Freitag, 25. September, rund um die Uhr einsatzbereit sein. Damit will OÖ die nächtliche notfallmedizinische Versorgung aus der Luft im gesamten Landesgebiet verbessern.

Die Umstellung auf einen durchgehenden 24-Stunden-Betrieb ist ein weiterer Schritt für eine möglichst flächendeckende medizinische Notfallversorgung in Oberösterreich. Erstmals soll damit das gesamte Bundesland auch in der Nacht rasch per Rettungshubschrauber erreichbar sein. Bislang lagen vor allem einzelne Regionen im Osten und Norden nicht ausreichend innerhalb eines 30-Minuten-Flugradius. Der Nachtflugbetrieb in Suben soll diese Lücken schließen.
Kosten von über zwei Millionen Euro jährlich
Der Antrag auf Ausweitung der Betriebszeiten soll bereits am Montag in die Landesregierung eingebracht werden. Die endgültige Entscheidung ist für Donnerstag, 9. Juli, im Oberösterreichischen Landtag vorgesehen. Für das Land werden dafür jährliche Kosten von rund 2,25 Millionen Euro erwartet. Der Stützpunkt Suben wird gemeinsam mit Bayern betrieben. Künftig wäre er der vierte ÖAMTC-Notarzthubschrauber-Standort in Österreich mit einem Betrieb rund um die Uhr. Bereits durchgehend verfügbar sind die Stützpunkte Krems an der Donau, Niederöblarn und St. Michael.
Prognose: 250 Nachteinsätze pro Jahr allein in OÖ
Vom Standort Suben aus wurden im Jahr 2024 bereits 776 Nachteinsätze geflogen. Für Oberösterreich allein wird künftig mit etwa 250 Einsätzen in der Nacht pro Jahr gerechnet. Im Jahr 2025 absolvierten die Hubschrauber des Christophorus Flugrettungsvereins in Oberösterreich insgesamt 2.654 Rettungsflüge, davon 1.523 vom Standort Suben. Dort fanden die Einsätze bisher ausschließlich tagsüber statt. Neben den Flugrettungsstützpunkten in Suben und Hörsching, der weiterhin nur am Tag betrieben wird, gibt es in Oberösterreich derzeit 18 bodengebundene Notarztstützpunkte.


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