JVP Schärding stellt sich neu auf
BEZIRK SCHÄRDING. Die Junge ÖVP im Bezirk Schärding bekommt mit Maximilian Schmid einen neuen Bezirksobmann und richtet ihren Fokus auf die Themen leistbares Wohnen, Sicherheit im Netz und Künstliche Intelligenz sowie Gleichberechtigung.

Maximilian Schmid ist seit 2025 designierter Bezirksobmann der JVP Schärding und wird beim nächsten Bezirkstag offiziell zum Bezirksobmann gewählt. Der 21-Jährige kommt aus Sigharting und arbeitet als Krankenpfleger.
Derzeit besucht das neue Team die Ortsgruppen und arbeitet an einer Neuaufstellung der Bezirksorganisation. „Viele sind froh, dass jemand das übernimmt und dass sie jetzt eine Ansprechperson haben“, sagt Schmid.
Er ist überzeugt, dass sich junge Menschen für Politik interessieren und aktiv mitgestalten wollen: „Unsere Aufgabe ist es, dass man für sie da ist, ihnen zuhört und die Anliegen umsetzt.“ Aktuell hat die JVP im Bezirk mehr als 700 Mitglieder.
Mit Stammtischen und Treffen mit den Ortsgruppen möchte die JVP die Anliegen der Jugendlichen direkt aufnehmen. „Junge Leute wollen mitreden können“, betont Schmid. Unterstützung erhält die Organisation dabei auch von Jugend-Landesrat Christian Dörfel (ÖVP): „Die Jungen wollen mitgestalten.“
Infoabend zum Thema Wehrdienst
Ein Thema, das derzeit viele junge Männer im Bezirk beschäftigt, ist der Wehrdienst. Der von der JVP organisierte Stellungsinformationsabend stieß heuer auf großes Interesse – die vorgesehenen Räumlichkeiten waren laut Schmid sogar zu klein. Bei der Veranstaltung informieren Experten rund um Wehr- und Zivildienst.
Dörfel wertet das große Interesse positiv: „Die Jugend ist bereit, Aufgaben zu übernehmen. Die Jugendlichen wollen wissen, was kommt auf mich zu.“
Aktuelle Schwerpunkte
Im Rahmen ihrer Sommertour rückt die JVP drei Schwerpunkte in den Mittelpunkt. Beim Thema Wohnen fordert die Mitglieder unter anderem mehr Miet-Kauf-Modelle sowie einen „Jugendfonds: Wohnen“, der junge Menschen beim Einzug in die erste eigene Wohnung unterstützen soll. „Wir wollen ein gebündeltes Angebot für Jugendliche und eine einheitliche Anlaufstelle“, sagt Raphael Kopf, Landesobmann der JVP Oberösterreich.
Auch die Sicherheit im Internet und der Umgang mit Künstlicher Intelligenz stehen im Fokus. Die JVP spricht sich für klare Regeln, eine Klarnamenpflicht gegen Hasspostings sowie eine verpflichtende Kennzeichnung KI-generierter Inhalte aus. „Es geht darum, dass man die Jugend vor Radikalisierung schützt“, unterstützt auch Dörfel die Forderungen.
Als dritten Schwerpunkt nennt die JVP die Gleichberechtigung. Sie fordert Maßnahmen zur besseren Absicherung von Care-Arbeit, etwa durch automatisches Pensionssplitting, und spricht sich zudem für mehr Generationengerechtigkeit im Pensionssystem aus. Das soll etwa dadurch erreicht werden, dass sich der Pensionsantritt stärker an den Versicherungsjahren orientiert.
Weitere Infoangebote geplant
Künftig will die JVP Informationsangebote im Bezirk weiter ausbauen. Darüber hinaus setzt sie mit Aktionen wie der Weihnachtsinitiative bei den Rotkreuz-Ortsstellen ein Zeichen der Wertschätzung für ehrenamtliches Engagement.
Neben den Aktivitäten im Bezirk verweist die JVP auch auf Beteiligungsmöglichkeiten in Oberösterreich. Über das Mitmachtool können Jugendliche Ideen und Anliegen einbringen. Ergänzend gibt es in Oberösterreich Angebote wie Demokratieworkshops, den Jugendlandtag und die Demokratiewerkstatt, bei denen junge Menschen Demokratie erleben und mit Politikern ins Gespräch kommen können.


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