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SCHARNSTEIN. Mit einer beeindruckenden Aufführung im Linzer Mariendom feierte das Schauspiel „Der Fall Gruber“ vergangenen Sommer Premiere. Am Freitag, 6. April, um 19.30 Uhr ist das Portrait des Widerstandskämpfers Johann Gruber – erstmals in der Region – in der Barockpfarrkirche Viechtwang zu sehen.

Franz Froschauer als Johann Gruber
Franz Froschauer als Johann Gruber

Der Priester und Reformpädagoge Johann Gruber zählt zu den bedeutendsten Widerstandskämpfern Österreichs. Im Mai 1938 wurde der damalige Direktor der Linzer Blindenanstalt wegen seiner Ablehnung des Nationalsozialismus und eines angeblichen Sittlichkeitsdelikts von der Gestapo verhaftet. 

„Engel in der Hölle“

Nach einem Prozess wurde er zunächst im Konzentrationslager Dachau und später in Gusen interniert. Dort rettete er als „Engel in der Hölle“ vielen Häftlingen das Leben, musste sein Engagement jedoch mit dem Leben bezahlen: Er wurde am Karfreitag des Jahres 1944 vom Lagerkommandanten nach tagelanger Folter grausam ermordet. In der Nachkriegszeit wurde der Widerstandskämpfer beinahe vergessen, 2016 wurde Gruber vollständig rehabilitiert.

Stück mit drei Akten

„Der Fall Gruber“ besteht aus drei Akten, die seine Zeit am Blindeninstitut, den Prozess und die Zeit im KZ Gusen zum Inhalt haben. Die Rolle des Johann Gruber übernimmt Franz Froschauer, die Musik stammt von Peter Androsch.

Eintritt: 25 Euro (VVK: 23 Euro), Karten bei den Raiffeisenbanken Scharnstein, Grünau und St. Konrad


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