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SCHARNSTEIN. Ein attraktives Angebot für Gäste und Bewohner sowie eine verstärkte gemeindeübergreifende Zusammenarbeit stehen für den Scharnsteiner Bürgermeister Rudolf Raffelsberger im Fokus.

  1 / 2   Scharnstein will mit hoher Lebensqualität für Familien und Arbeitskräfte interessant bleiben. Foto: Manuela Rathberger

Tips: Welche aktuellen Projekte entstehen gerade in Scharnstein?

Raffelsberger: Was mir am Herzen liegt, ist die neue Freizeitwiese, die auf dem Hacklberg, im ehemaligen Rotwildgatter, entstehen soll. Die Gemeinde hat hier 2,8 Hektar Fläche gepachtet, die eigentlich für die Aufforstung vorgesehen waren. Die Fläche soll naturnah und insektenfreundlich erhalten und öffentlich zugänglich gemacht werden.

Ebenfalls in Vorbereitung ist eine weitere Mountainbike-Strecke im Bereich Hochsalm. Die Leute wollen Mountainbike fahren – und wenn wir ihnen keine Strecken anbieten, dann fahren sie überall. Da braucht es ein entsprechendes Angebot und natürlich auch Regeln.

Tips: Bei den Projekten ist ein eher touristischer Schwerpunkt zu erkennen – was ist der Grund dafür?

Raffelsberger: Scharnstein hebt jedes Jahr rund zwei Millionen Euro Kommunalsteuer ein – das ist für eine Gemeinde in dieser Größenordnung und abseits von den großen Zentren enorm viel. Das bedeutet aber auch, dass unsere Firmen viele Mitarbeiter haben – und auch Mitarbeiter suchen. Als Gemeinde können wir hier mit einem attraktiven Freizeitangebot punkten: Damit sich junge Familien ansiedeln, braucht es neben leistbaren Flächen auch eine gute Kinderbetreuung und ein entsprechendes Umfeld. Das sind die Hausaufgaben eines Bürgermeisters. Dabei arbeiten wir im Almtal auch gemeindeübergreifend zusammen – etwa auch beim Kasberg, den ich für besonders wichtig halte.

Tips: Apropos Zusammenarbeit: Wie bewährt sich die Kooperation mit St. Konrad im Bereich des Bauamtes?

Raffelsberger: Gemeindekooperationen sind ein Gebot der Stunde. Nachdem die Anfrage des St. Konrader Bürgermeisters gekommen ist, habe ich mit unseren Mitarbeitern gesprochen, ob und wie sich das umsetzen lässt. Wir haben hier sehr gute Mitarbeiter und können eine hohe Kompetenz anbieten. Die Kooperation läuft jetzt probeweise für ein halbes Jahr, wobei Bauverhandlung und Baubescheid weiterhin in St. Konrad verbleiben.Wichtig ist, dass die Bürger bestmöglich und effizient betreut werden. Wir werden sehen: Wenn es in diesem Bereich gut funktioniert, werden wir vielleicht auch Kooperationen in anderen Bereichen überlegen.


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