Neue Abfahrtszeiten für die Erlauftalbahn
BEZIRK SCHEIBBS. Am 15. Dezember tritt im Verkehrsbund Ostregion wieder der alljährliche Fahrplanwechsel in Kraft. Dieser bringt vor allem für die Erlauftalbahn einige Änderungen mit sich.

Mehr Angebote im öffentlichen Verkehr – so die Devise der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) und NÖ Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko bei der Vorstellung des ab 15. Dezember in Kraft tretenden Fahrplans. „Wir bieten auf fast allen Strecken im Land zumindest einen Stundentakt an, und das täglich“, freut sich Schleritzko.
Auch für den Öffentlichen Nahverkehr im Bezirk Scheibbs bringt der neue Fahrplan eine Verbesserung mit sich. Konkret wird die Erlauftalbahn um drei Stunden später zum letzten Mal ab Pöchlarn nach Scheibbs abfahren (23.35 Uhr statt bisher 20.37 Uhr). Auch in der Früh gibt es eine Ausweitung: künftig können Fahrgäste bereits ab 03.43 Uhr von Scheibbs nach Pöchlarn fahren. In Pöchlarn bestehen dann kurze Anschlüsse nach Wien, St. Pölten und Amstetten.
Schleritzko erinnerte daran, dass in Niederösterreich mittlerweile 22 Millionen Kilometer pro Jahr mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden, der Großteil davon, nämlich 17 Millionen Kilometer, mit der Bahn. Dieses Angebot wolle man pro Jahr auf 33 Millionen Kilometer erhöhen.
„Wir können an Werktagen eine halbe Million Sitzplätze in Niederösterreich anbieten. Das sind rund zehn Prozent mehr Sitzplätze als noch im vergangenen Jahr“, so der Mobilitätslandesrat. Die Ausgaben für den öffentlichen Verkehr in Niederösterreich im Jahr 2020 bezifferte er mit 133 Millionen Euro, „eine Steigerung um 40 Prozent im Vergleich zu 2019“. Das Ziel sei eine weitere Steigerung der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, man werde die Mobilitätswende weiter vorantreiben, zeigte sich Schleritzko zuversichtlich. Der Mobilitätslandesrat informierte im Detail auch über die wichtigsten Verbesserungen im niederösterreichischen Bahnangebot.
Für VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll stehen vor allem die Verlässlichkeit und Merkbarkeit der Angebote im Fokus. Pendler müssten sich auf die vorhandenen Angebote verlassen können, und diese müssten auch den „Lebensrealitäten“ der Menschen entsprechen. Darüber hinaus wolle man mit den Angebotsausweitungen neue Zielgruppen ansprechen. Und dafür brauche es auch die Vernetzung und das Zusammenspiel aller Bereiche.


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