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Nach der Hitzewelle: Auswirkungen der hohen Temperaturen in der Landwirtschaft

Ariane Zeilinger, 20.08.2015 12:42

BEZIRK. Trotz des nun kühleren Wetters litt die Landwirtschaft unter der anhaltenden Hitze in den letzten Wochen. Witterungsbedingt entstanden Schäden in der Landwirtschaft.

Aufgrund der hohen Temperaturen wurde der Mais teilweise schon gehexelt.
Aufgrund der hohen Temperaturen wurde der Mais teilweise schon gehexelt.

In der Landwirtschaft gibt es im Bezirk Scheibbs massive Einbußen. Grund dafür waren die hohen Temperaturen und die Trockenheit in der vergangenen Zeit. „Das massive Niederschlagsdefizit wirkt sich vor allem bei den Maisflächen aus. Teilweise haben Bauern im Bezirk ihren Mais schon gehexelt, obwohl dies gewöhnlicherweise erst im September geschieht“, erzählt Johann Hell, Leiter der Landwirtschaftskammer im Bezirk Scheibbs. „Selbst wenn es nun regnet, ist es für den Mais, der auf schottrigem Boden wächst, zu spät. Mais, der auf festem Boden angebaut ist, kann durch Regen noch gerettet werden. Durch die Trockenheit und die Hitze wurde die Kornausbildung geschädigt und die Maispflanzen wuchsen langsamer“, so Hell. Aufgrund des ausbleibenden Regens sind Grünflächen verbrannt, wodurch der Schnitt und somit auch den Bauern das Futter für die Tiere fehlt. Im Hinblick auf die Teiche wirkten sich die Hitzewelle ebenfalls negativ aus. „Je kleiner der Teich desto schlechter ist es“ erzählt Siegfried Hödl vom Fischereiverein Wieselburg und merkt dazu weiter an, „es kann zu Ausfällen der Fische kommen. Der Breiteneicher Teich ist davon glücklicherweise nicht betroffen, da sich dieser über die starken Grundströmung selbst reguliert. Die Beschattung durch Bäume am Ufer spielt bei den Teichen auch eine wesentliche Rolle.“ Wasserpflanzen erzeugen Sauerstoff und Schwimmblattpflanzen, wie Seerosen, schirmen auch die Sonne ab und verhindern somit eine schnelle Erwärmung des Wassers. „Niederösterreichweit führte die Hitzeperiode zu Temperaturen bis knapp über 30 Grad Celsius und niedrigen Wasserständen in Teichen. Dadurch können kritische Sauerstoffversorgungssituationen für die Fische entstehen“, so Leo Kirchmaier, Referent für Aquakultur und Imkerei von der Landwirtschaftskammer Niederösterreich. Er verweist auf die Wichtigkeit einer ständigen Kontrolle der Wasserqualität, um frühzeitig Probleme zu erkennen und diesen entgegenwirken zu können.


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