Landwirt Martin Tretter hat einen neuen Weg eingeschlagen
SCHLIERBACH. Martin Tretter führt seit 2005 einen Milchviehbetrieb mit 25 Kühen in Schlierbach. Seine Bio-Heumilch liefert der 43-Jährige an die Käserei Schlierbach.

Martin Tretter ist mit der Landwirtschaft aufgewachsen. „Der Job ist so vielfältig. Du bist dein eigener Herr und viel in der Natur – das ist das Schöne daran“, erzählt der Landwirt, der mit seiner Frau Gerlinde und den zwei Kindern am Bauernhof in Schlierbach lebt.
Bio-Heumilch von 25 Kühen
Die Bio-Heumilch der 25 Milchkühe liefert Familie Tretter an die Käserei Schlierbach. Heumilch bedeutet, dass die Kühe keine vergorenen Futtermittel erhalten.
Biestmilch aus Österreich in Schlierbach gesammelt
Seit zirka sieben Jahren befindet sich die Biestmilchsammelstelle für Österreich am Hof der Familie Tretter. Biestmilch ist die erste, besonders nährreiche Milch nach dem Abkalben. Eine deutsche Firma sammelt die Milch in ganz Österreich und Deutschland. Diese wird gefriergetrocknet und geht an die Pharmaindustrie.
Heu-Trocknung mit PV-Anlage
Martin Tretter ist einer von zwei Betreuern des Nahwärme Heizwerkes in Schlierbach. Seit drei Jahren besitzt er auch eine Photovoltaik-Anlage: „Damit kann ich einen Teil des Heues mit meiner eigenen Energie trocknen.“
Spezialisierung als Chance
Für Martin Tretter sei eine Chance in der Landwirtschaft „nicht mit der Masse mitzuschwimmen und dass man sich traut, neue Wege einzuschlagen – so wie ich mit der Bio-Heumilch. Man muss sich immer weiterentwickeln und sich spezialisieren. Für mich ist Bio der Weg der Zukunft. Man sieht jetzt schon, dass sich auch der Bio-Bereich weiterentwickelt und Abstufungen entstehen“, erzählt der Schlierbacher Landwirt und betont: „Man darf die Entwicklungen nicht immer negativ sehen, sondern die Wege einfach gehen und das Beste daraus machen.“


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