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SCHLIERBACH. Die letzte, und seit seiner Entstehung um 1700 wohl einzige, wirkliche Restaurierung des Altares geschah im Zuge einer Innenrenovierung in den Jahren 1957-1966. Die letzten rund 60 Jahre ohne Reparaturmaßnahmen haben deutliche Spuren hinterlassen.

  1 / 7   Die ersten Sanierungstätigkeiten betreffen den Julianialtar, dessen gesamte Unterkonstruktion abgebaut werden muss. Foto: Stift Schlierbach

Der Juliani-Altar der Stiftskirche Schlierbach hat ein gravierendes statisches Problem: Wegen feuchtigkeitsbedingter Vermorschung seines Unterbaus sinkt der untere Teil des Altares ab. Dadurch kam es auch an den oberen Bauteilen mit Figuren und Säulen zu deutlichen Schieflagen. Durch den Verzug der Konstruktion entstehen Brüche und Absprengungen von Leisten und Profilen sowie Risse und Fugen im Holz. Zur Sanierung ist ein Großteil des Altares abzubauen und die Unterkonstruktion zu erneuern.

Unabhängig davon bestehen zahlreiche Verluste an der geschnitzten Ornamentik aufgrund von Holzwurmbefall. Die ordentliche Wiederherstellung und Vergoldung dieser Teile ist entsprechend zeitaufwändig, im Sinne eines würdigen Gesamteindrucks aber unumgänglich. Die enorme Verstaubung und andere Schmutzablagerungen lassen die Schönheit der Schnitzereien kaum noch erkennen.Nicht zuletzt ist auch das Altargemälde von Carl von Reslfeld wegen Schimmelbefall dringend sanierungsbedürftig.

Längere Renovierungsarbeiten geplant

Nach dieser ersten Etappe soll ab dem Jahr 2021 die Decke saniert werden. Bis zum 300-jährigen Weihejubiläum 2026 sollen auch noch die anderen Altare, die Kanzel und Holzgitter renoviert werden. Die Pfarre Schlierbach hofft auf Spenden von Touristen und Wallfahrern, um die geschätzten Kosten von zwei Millionen Euro aufbringen zu können. Ohne die Mittel des Bundesdenkmalamtes, des Landes und vor allem den Zuschüssen aus den Kirchenbeiträgen wäre an eine Renovierung nicht zu denken.


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