Eine Lehre mit 52: Andreas Feindert startete im Leben noch einmal neu
SCHLÜSSLBERG. „Aufgeb“n tut man nur einen Brief“ - unter diesem Motto startete Andreas Feindert im Jahr 2017 seine Lehre zum Zerspanungstechniker - im Alter von 52 Jahren. Jetzt hat der Schlüßlberger nur einen großen Wunsch: wieder Arbeit zu finden.

23 Jahre lang war Andreas Feindert als Abteilungsleiter in einer Großhandelskette tätig. Als der Druck immer größer wurde, ging für Feindert bald nichts mehr: er schaffte es nicht mehr in die Arbeit zu fahren. Der Grund: es war einfach alles zu viel, eine Burn-Out-Erkrankung war die Folge. Und auch das Kündigungsschreiben flatterte bald darauf ins Haus.
Hobby zum Beruf gemacht
Nach der ärztlichen Betreuung und der Reha konnte er einen neuen Weg einschlagen und fasste den Entschluss, sein Hobby zum Beruf zu machen. Sein Interesse am Metall veranlasste ihn, mit 52 Jahren eine Lehre über das Berufsförderungsinstitut zu starten. Die Ausbildung zum Zerspanungstechniker schloss er als Einziger mit Ausgezeichnetem Erfolg ab. Obwohl er laut eigenen Angaben manchmal daran dachte, dass er es vielleicht nicht schaffen könnte, gab er nicht auf. Sein Ehrgeiz und seine Gewissenhaftigkeit führten zu diesem tollen Ergebnis, da ist sich auch seine Ehefrau Anita sicher. Sie hatte ihren Mann in dieser schwierigen Phase immer unterstützt.
Höhenflug
Die Freude über den positiven Lehrabschluss war riesig. „Der Erfolg gab ihm einen richtigen Höhenflug. Am liebsten würde er der ganzen Welt erzählen, dass es wieder aufwärts geht“, erzählt seine Frau.
Wunsch: Arbeit finden
Der größte Wunsch des Schlüßlbergers ist nun als Zerspanungstechniker Arbeit zu finden.


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